VfL Wolfsburg in Frankfurt: "Es geht nur darum: Du oder ich"

Stand: 10.09.2022 10:08 Uhr

Der noch sieglose Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg gastiert bei Eintracht Frankfurt. "Wölfe"-Coach Niko Kovac erhofft sich bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte mehr Zweikampfhärte von seinem Team.

Wäre die Statistik der gewonnenen Zweikämpfe für den VfL-Trainer maßgeblich für die Beurteilung des Defensivverhaltens seiner Mannschaft, hätte der 50-Jährige eigentlich kein Grund zur Kritik. Mit 515 gewonnenen Zweikämpfen in den ersten fünf Partien belegt der Werksclub Rang fünf in dieser Wertung. Doch getreu dem Ausspruch: "Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe", kann Kovac diesen Zahlen in Anbetracht von bereits zehn Gegentoren nichts abgewinnen.

"Egal, ob ich jetzt Verteidiger, Mittelfeldspieler oder Stürmer bin, du musst den Körper auch reinbringen. Es geht eigentlich nur darum: Du oder ich." Niko Kovac

"Ich glaube, dass wir schon viele Spielertypen haben, die von Hause aus eher den Kontakt nicht so suchen, wie das vielleicht bei anderen Mannschaften der Fall ist", sagte der Coach. "Das müssen wir versuchen, den Spielern so schnell wie möglich einzuimpfen."

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Köln-Spiel zeigte Defizite schonungslos auf

Die 2:4-Pleite am vergangenen Sonnabend gegen den 1. FC Köln zeigte die Defizite des Meisters von 2009 schonungslos auf. Denn in den entscheidenden Zweikämpfen zogen die Norddeutschen den Kürzeren und hätten bei konsequenterer Chancenverwertung der Rheinländer sogar höher verlieren können. "Jeder muss sich nach dem Spiel fragen: Habe ich das persönliche Duell gegen meinen Gegenspieler gewonnen oder nicht. Im Moment verlieren wir zu viele dieser Duelle. Und in der Summe kannst du dann keine Bundesliga-Spiele gewinnen", erklärte Kovac.

Kovac kehrt an alte Wirkungstätte zurück

Den berühmt berüchtigten Bock hatte sein Team eigentlich bereits gegen die "Geißböcke" umstoßen sollen. Stattdessen dürften sich die Kölner gegen das "Wolfsrudel" phasenweise wie im Streichelzoo gefühlt haben. Nun also der nächste Versuch. In Frankfurt, bei der Eintracht, wo der Kovacsche Trainerstern einst aufging. Von 2016 bis 2018 zeichnete der frühere Bundesliga-Profi für die Hessen verantwortlich und verabschiedete sich mit dem DFB-Pokalsieg aus Riederwald.

Heute (15.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gibt es für den Kroaten nun das Wiedersehen mit dem früheren Arbeitgeber, in dessen Team allerdings nur noch eine Handvoll derer stehen, die der 50-Jährige einst unter seinen Fittichen hatte.

Gerhardt zurück im Training, Duo fehlt weiter

Dass der Europa-League-Sieger das schwere Champions-League-Spiel vom Mittwoch gegen Sporting Lissabon (0:3) in den Knochen hat, könnte von Vorteil für die "Wölfe" sein. Zudem hat sich auch das Wolfsburger Lazarett ein wenig gelichtet. Mittelfeldmann Yannick Gerhardt ist nach seinem Teilabriss des Innenbandes im linken Knie wieder in das Training eingestiegen und könnte gegen die Eintracht sein Comeback feiern. Einen wie ihn, der sich und seine Gegenspieler nie schont, ist für Kovac derzeit von hohem Wert.

Auch die Rückkehr der Offensivkräfte Patrick Wimmer und Jonas Wind sehnt der Übungsleiter herbei. Beide sind für das Frankfurt-Duell verletzungsbedingt aber noch kein Thema.

Mögliche Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jakic, Tuta, Ndicka, Pellegrini - Dina, Ebimbe, Sow, Lindström, Götze, Kamada - Kolo Muani
VfL Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, van de Ven, Otavio - Guilavogui, Svanberg, Arnold, Kruse, Marmoush - L. Nmecha

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Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 10.09.2022 | 12:00 Uhr

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