Stand: 03.05.2020 17:17 Uhr

VfL Osnabrück: Neue Schulden - Stadionfrage verschoben

Kevin Wolze vom VfL Osnabrück tritt eine Ecke im Stadion an der Bremer Brücke © imago images / Nordphoto
Die Ausnahmegenehmigung für das VfL-Stadion wurde um ein Jahr verlängert.

Wie alle anderen Nordclubs hat auch der VfL Osnabrück von der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die kommende Saison die Lizenz erhalten. Daraus zu schließen, dass der Zweitligist ohne Probleme durch die Corona-Krise käme, ist aber falsch. VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend kündigte bereits "massive finanzielle Einschnitte" an. Wie groß diese ausfallen werden, hängt wie andernorts von der Entscheidung der Politik ab, ob die Saison fortgesetzt werden kann. Schon jetzt steht fest, dass die Folgen des Virus die Lila-Weißen dazu zwingen, neue Schulden aufzunehmen.

Ausnahmeregel fürs Stadion bis 2021

Zunächst einmal konnten die Osnabrücker allerdings aufatmen.

Die DFL hat die Ausnahmeregelung für die Bremer Brücke um ein Jahr verlängert. "Das heißt aber nicht, dass wir uns in Sachen Stadion und Trainingszentrum zurücklehnen dürfen. Ganz im Gegenteil", betonte Wehlend. Für die kommende Saison gilt es zunächst, Auflagen in den Bereichen Medientechnik und Infrastruktur zu erfüllen.

Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ("NOZ") erwartet der Verband darüber hinaus die Pläne zur Klärung der Stadion- und Standortfrage bereits zum 1. Juli. Wehlend erklärte: "Die DFL weiß, dass Investitionen in Baumaßnahmen derzeit nicht möglich sind, aber sie verlangt eine detaillierte Planung der möglichen Schritte und einen Zeitplan für deren Umsetzung." Die Klärung der Stadionfrage ist also nicht aufgehoben, sondern lediglich auf unbestimmte Zeit verschoben.

Wehlend: "Die Lage ist sehr, sehr ernst"

Und einfacher wird es für den VfL nicht. Wehlend bestätigte der "NOZ", dass der Club neue Schulden machen muss. Die Rede ist davon, "bestehende Kreditlinien" zu beanspruchen und einen KfW-Unternehmenskredit in einstelliger Millionenhöhe aufzunehmen. Laut dem Geschäftsführer ist "die Lage sehr, sehr ernst". Je nachdem, wie es mit der Liga in der Corona-Krise weitergeht, drohen bis in die neue Saison zweistellige Millionenverluste. Allerdings kommt Wehlend und Co. jetzt zugute, dass nach dem Zweitliga-Aufstieg mit Augenmaß investiert wurde.

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Sport aktuell | 30.04.2020 | 16:25 Uhr

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