Stand: 21.07.2020 11:40 Uhr

Osnabrück: Entscheidung über Schmedes-Zukunft naht

Sportdirektor Benjamin Schmedes vom VfL Osnabrück © imago images / Nordphoto
VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes wird vom 1. FC Nürnberg umworben.

Bis zum Ende dieser Woche will der nur knapp dem Abstieg entgangene Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg einen Nachfolger für den entlassenen Sportvorstand Robert Palikuca präsentieren. Diese Personalie würde die Verantwortlichen des Ligarivalen VfL Osnabrück vermutlich maximal peripher tangieren, hätten die Franken nicht großes Interesse an einer Verpflichtung ihres Sportdirektors Benjamin Schmedes. Der 35-Jährige hat Verhandlungen mit dem "Club" unlängst bestätigt und könnte nach Einschätzung von NDR Hörfunkreporter Burkhard Tillner, der regelmäßig über den VfL berichtet, in Kürze vor einer Unterschrift beim neunmaligen Meister stehen.

"So lange aus Nürnberg keine Absage kommt und Benjamin Schmedes selber nicht absagt, wird es immer wahrscheinlicher. Je mehr Tage ins Land ziehen, desto wahrscheinlicher wird sein Abgang", sagte Tillner im NDR Info Talk mit Tiede Thedinga.

Doppelspitze beim "Club" mit Hecking?

Schmedes, der 2017 vom Hamburger SV an die Bremer Brücke wechselte, hat zwar noch einen bis 2021 datierten Vertrag bei den Niedersachsen. Doch die Osnabrücker würden den gebürtigen Hannoveraner vermutlich nicht zwingen, diesen zu erfüllen, sollte er sich für einen Wechsel zum "Club" entscheiden. Allerdings ist der 35-Jährige nicht der einzige Kandidat bei den Nürnbergern auf die Palikuca-Nachfolge. Auch Dieter Hecking, vormaliger Coach des Hamburger SV, soll ein Anwärter auf den Posten sein. Nicht auszuschließen ist auch, dass es bei den Franken auf eine Doppellösung mit Hecking als Sportvorstand und Schmedes als Sportdirektor hinausläuft. Ihre erste Aufgabe wäre es, einen Nachfolger für den vor den Relegationsspielen gegen den FC Ingolstadt entlassenen Coach Jens Keller zu suchen.

Trainersuche: Toppmöller vom Markt

Auf der Fahnung nach einem neuen Trainer ist bekanntlich auch der VfL. Wer den zum HSV abgewanderten Daniel Thioune beerbt, ist weiter völlig ungewiss. Der Name Dimitrios Grammozis (zuvor Darmstadt 98) hält sich hartnäckig im Osnabrücker Umfeld. Auch Dino Toppmöller galt nach seiner erfolgreichen Arbeit bei F91 Düdelingen aus Luxemburg als aussichtsreicher Kandidat. Doch seit Montag ist der 39-Jährige vom Markt. Toppmöller unterzeichnete einen Vertrag als Co-Trainer beim Bundesligisten RasenBallsport Leipzig.

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Benjamin Schmedes © imago / osnapix

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 20.07.2020 | 11:25 Uhr

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