Stand: 19.07.2020 16:03 Uhr

VfL Osnabrück: Geht nun auch Sportdirektor Schmedes?

Benjamin Schmedes, Sportdirektor VfL Osnabrück © picture alliance Foto: Fotostand / Paetzel
Benjamin Schmedes ist seit Dezember 2017 Sportdirektor beim VfL Osnabrück.

Beim Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück hatten sie sich das ganz sinnvoll überlegt, wie sie nach dem schmerzhaften Abgang ihres Cheftrainers Daniel Thioune (zum Hamburger SV) verfahren wollten. Zuerst wird der neue Coach präsentiert und dann mit Verve der Kader für die kommende Saison zusammengestellt - so war der Plan. Was aber, wenn der Mann, der den neuen VfL-Trainer finden soll, womöglich auch bald den Verein verlassen wird?

Ausgeschlossen ist ein solches Szenario nicht. Denn Liga-Konkurrent 1. FC Nürnberg ist nach Medienberichten daran interessiert, den VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes als neuen Manager zu verpflichten.

VfL-Geschäftsführer Wehlend bestätigt FCN-Interesse

Dies hat Osnabrücks Geschäftsführer Jürgen Wehlend der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auch schon bestätigt.

"Ja, wir kennen das Interesse aus Nürnberg", sagte er. Als weiterer Kandidat auf den Posten gilt Dieter Hecking, der bis zum Ende der vergangenen Saison den Zweitligisten HSV trainiert hat. Der FCN soll bereits im vergangenen Jahr an Schmedes interessiert gewesen sein, der dann aber absagte. Nach der Trennung von Robert Palikuca ist der "Club" wieder auf der Suche nach einem neuen Sportvorstand. Ein Abgang Schmedes', der beim VfL Osnabrück im Dezember 2017 begann und der noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 besitzt, würde den Verein erneut hart treffen.

Osnabrücker Kaderplanung noch am Anfang

In einem solchen Fall müsste der Verein mannigfaltig Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen. Schließlich haben auch einige wichtige Spieler den Verein verlassen. An erster Stelle ist hier Marcos Alvarez (KS Cracovia/Polen) zu nennen. Der 28 Jahre alte Angreifer brachte vor allem mit seiner Ausführung von Freistößen eine besondere Fertigkeit in das Offensivspiel der Lila-Weißen ein. Zudem haben auch schon Felix Agu (Werder Bremen), Manuel Farrona Pulido (Hansa Rostock) sowie die Leihspieler Assan Ceesay (FC Zürich), Joost van Aken (Sheffield Wednesday) und Benjamin Girth (Holstein Kiel) den Verein verlassen, der als Aufsteiger recht sicher sein Saisonziel Klassenerhalt erreicht hat.

Unter dem Vermerk "Zugänge" finden sich in Marc Augé und Hakim Traoré zwei U19-Spieler des VfL und in Tim Möller und Nico Granatowski zwei Rückkehrer aus Leihgeschäften. Einziger externer Zugang ist bislang Verteidiger Timo Beermann (1. FC Heidenheim). Kurzum: Es gibt ohnehin schon viel zu tun an der Bremer Brücke - womöglich bald sogar auf drei Ebenen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 18.07.2020 | 23:03 Uhr

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