Hannovers Dominik Kaiser (l.) und Julian Börner sind enttäuscht und diskutieren miteinander. © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch/dpa

Hilflos in Paderborn: Hannover 96 weiter in der Gefahrenzone

Stand: 24.04.2022 16:12 Uhr

Fußball-Zweitligist Hannover 96 muss in der Tabelle weiterhin den Blick nach unten richten. Nach dem 0:3 (0:2) beim SC Paderborn am Sonntag ist der Vorsprung auf Relegationsrang 16 etwas geschmolzen.

von Christian Görtzen

So sind es für das Team von Christoph Dabrowski nach dem 31. Spieltag nun noch sechs Punkte Vorsprung auf den Drittletzten Dynamo Dresden. "Wir haben es weiterhin in der eigenen Hand. Es geht jetzt darum, am Freitag einen Fight abzuliefern", sagte der 96-Trainer dem NDR. Dann wird der Karlsruher SC um 18.30 Uhr zu Gast sein. In Paderborn war von einem solchen Vorhaben nichts zu sehen gewesen. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass aus dem Gästeblock lautstark gerufen wurde: "Wir wollen euch kämpfen sehen!"

"Es tut mir leid für die Fans, die uns so unterstützt haben, dass wir es nicht mit der entsprechenden Leistung zurückgegeben haben. Uns hat die Zielstrebigkeit gefehlt", sagte Dabrowski.

Es begann schon schlecht. Der Sekundenzeiger hatte keine zwei volle Runden absolviert, da schleuderte 96-Keeper Ron-Robert Zieler den Ball auch schon missgelaunt aus dem eigenen Tor.

Vorangegangen war Folgendes: Paderborn trug vom eigenen Strafraum aus über die linke Außenbahn den Angriff vor, ohne dass die Niedersachsen Zugriff fanden. Letztlich schloss Philipp Klement freistehend aus sieben Metern ab, der scharf geschossene Ball glitt Zieler unter dem Arm durch. 92 Sekunden waren da gespielt.

Ex-96-Profi Muslija erhöht für Paderborn

Viel besser wurde es auch danach nicht. Schlimmer noch: Auf der rechten Abwehrseite wirkten die Norddeutschen oft überfordert, wenn Julian Justvan oder der Ex-Teamkollege Florent Muslija mit Tempo dem 96-Tor entgegenstrebten. Letztgenannter sorgte in der 17. Minute auch für das 2:0. Zunächst ließ er den 20 Jahre alten Tim Walbrecht mit einem Wackler unbeholfen aussehen, danach schoss er unbedrängt ein.

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Hannover 96 blieb auch in der Folgezeit vieles schuldig, die Aktionen in der Offensive waren harmlos. Letztlich durften die "Roten" froh sein, dass es nicht mit einem noch höheren Rückstand in die Pause ging.

Hannover auch nach der Pause erschreckend harmlos

Zum 3:0 für die Ostwestfalen fehlten kurz nach Wiederanpfiff nur wenige Zentimeter: Kai Pröger traf nach einem Konter den Pfosten (51.). Hannover wirkte auch in der Folgezeit hilflos - das Bemühen kam nicht über Ansätze hinaus. Dann aber war sie unvermittelt da, die erste echte Torchance für die Norddeutschen: Linton Maina püfte Paderborns Torwart Jannik Huth mit einem Flachschuss. 72 Minuten waren da schon gespielt.

Viel mehr war aber nicht. Zumindest nicht von Hannover. In der ersten Minute der Nachspielzeit erzielte Kelvin Ofori sogar noch das 3:0 für Paderborn.

31.Spieltag, 24.04.2022 13:30 Uhr

SC Paderborn

3

Hannover 96

0

Tore:

  • 1:0 Klement (2.)
  • 2:0 Muslija (17.)
  • 3:0 Ofori (90. +1)

SC Paderborn: J. Huth - Heuer, Ananou, Schallenberg, Justvan (82. Yalcin) - Schuster, Thalhammer, Klement (82. Carls) - Pröger (67. Marcel Mehlem), Muslija (87. Ofori) - Srbeny (67. Cuni)
Hannover 96: Zieler - Walbrecht (46. Muroya), Börner, Krajnc - Stolze (63. Doumbouya), Kaiser (67. Diemers), Ondoua, Ochs - Kerk - Weydandt (63. Maina), Beier (77. Teuchert)
Zuschauer: 8487

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Sportclub | 24.04.2022 | 22:50 Uhr

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