Dennis Ladwig von der TSG Neustrelitz bringt Greifswals Peterson Appiah zu Fall. © IMAGO / Andre Gschweng

Finaltag der Amateure live - Wer zieht in den DFB-Pokal ein?

Stand: 20.05.2022 10:48 Uhr

Am Sonnabend werden beim Finaltag der Amateure die Landespokalsieger ermittelt, die in der ersten DFB-Pokalrunde auf Traumlose wie Bayern München oder Borussia Dortmund hoffen dürfen. NDR.de zeigt die Endspiele in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg sowie eine Konferenz im Livestream.

Hamburg: FC Teutonia 05 - Altona 93 (12.15 Uhr)

Die traditionsreiche Hoheluft dürfte mit rund 5.000 Fans ausverkauft sein. Denn mehr Derby geht kaum. Lediglich ein Kilometer trennt die beiden Regionalligisten - zudem wäre im Hamburger Bezirk Altona die Wachablösung perfekt, sollte sich Teutonia durchsetzen und beim Endspiel-Debüt gleich erstmals in der Vereinsgeschichte Pokalsieger werden. Denn während der aufstrebende Verein an der Meisterrunde der Regionalliga Nord teilnimmt, steht Traditionsclub Altona 93 bereits als Absteiger in die Oberliga fest. Die beiden Liga-Duelle in dieser Saison gingen mit 2:1 und 5:1 an Teutonia, das zudem auf dem Kunstrasenplatz an der Hoheluft Heimvorteil genießt.

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Dennis Ladwig von der TSG Neustrelitz bringt Greifswals Peterson Appiah zu Fall. © IMAGO / Andre Gschweng

Sonnabend live: Der Finaltag der Amateure

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Dennoch hofft man beim AFC, der zum neunten Mal im Finale steht und den Cup viermal gewann, auf den versöhnlichen Abschluss einer verkorksten Saison. "Ein Finale ist ein Highlight. Dementsprechend freuen wir uns, dass wir diesen Fokus noch haben", sagte der erfahrene Trainer Andreas Bergmann, der sich aber auch auf Teutonias Interimscoach Jan-Philipp Rose freut. 2004 ebnete er dessen erste Schritte im Profibereich beim FC St. Pauli.

"Es ist eine Ehre für mich, dass ich Andreas Bergmann gegenübersitzen kann. Er hat mich vor 18 Jahren als A-Jugendlichen vom HSV zu St. Pauli locken können und mir die ersten Schritte im Profibereich ermöglicht", sagte Rose. Als Spieler avancierte er 2017 zum Pokalhelden, als ihm im Trikot von Eintracht Norderstedt in der Schlussminute der Verlängerung gegen Halstenbek-Rellingen mit einem Traumtor der 2:1-Siegtreffer gelang.

Mecklenburg-Vorpommern: TSG Neustrelitz - Greifswalder FC (14.15 Uhr)

Ein großer Name umweht das Duell der beiden Nordost-Oberligisten: Roland Kroos, Vater von Weltmeister Toni, trainiert die Greifswalder, bei denen der jetzige Real-Madrid-Star einst das Fußballspielen erlernte. Der GFC stand zuletzt vor 17 Jahren im Landespokalfinale, nahm aber im vergangenen Jahr als zweitbester Club aus Mecklenburg-Vorpommern (Hansa Rostock war über die Dritte Liga qualifiziert) am DFB-Pokal teil. In Runde eins gab es ein 2:4 (1:1) gegen den Bundesligisten FC Augsburg.

Auch die TSG hat bereits Erfahrung im DFB-Pokal. 2013 zogen die Neustrelitzer unter Trainer Thomas Brdaric durch einen 3:0-Erfolg gegen den damaligen Drittligisten Hansa Rostock in die erste Hauptrunde ein und verloren erst in der Verlängerung gegen den Bundesligisten SC Freiburg mit 0:2.

Schleswig-Holstein: TSB Flensburg - VfB Lübeck (14.15 Uhr)

Der große Favorit in diesem Finale, das in Flensburg auf dem Platz des SC Weiche 08 ausgetragen wird, ist der VfB Lübeck. In der Regionalliga verloren die Lübecker lediglich eines ihrer jüngsten 16 Spiele. Gegner TSB Flensburg ist in der klassentieferen Oberliga Vierter. Lübeck kann zudem bereits auf mehrere Teilnahmen im DFB-Pokal mit einigen Sensationssiegen zurückblicken: 2004 scheiterte der Club unter Trainer Dieter Hecking sogar erst im Halbfinale am späteren Double-Gewinner Werder Bremen.

Unterschätzen sollten die Lübecker den TSB Flensburg allerdings nicht. Im Halbfinale warf das Team Titelverteidiger SC Weiche Flensburg aus dem Wettbewerb. Zudem hat der VfB mit dem TSB noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr verlor er im Landespokal-Viertelfinale gegen die Flensburger mit 1:2. "Das kann eine unangenehme Aufgabe für uns werden, die wir konzentriert angehen müssen", warnte VfB-Trainer Lukas Pfeiffer.

Niedersachsen: Heeslinger SC - TuS BW Lohne (16.40 Uhr)

Der Niedersachsen-Pokal ist in zwei getrennte Wettbewerbe aufgeteilt. Die Drittligisten und Nord-Regionalligisten haben bereits einen Teilnehmer für den DFB-Pokal ermittelt - einen überraschenden. Der BSV Rehden düpierte am Mittwochabend Drittligist SV Meppen und darf nun vom ganz großen Los träumen.

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Den zweiten Teilnehmer spielen die Vereine ab der fünften Liga abwärts aus. Sowohl Heeslingen als auch Lohne stehen erstmals im Endspiel und wären somit auch Debütanten im DFB-Pokal. Lohne blickt unabhängig davon bereits auf eine Erfolgssaison zurück - der TuS steht als Regionalliga-Aufsteiger fest. Heeslingen verpasste die Teilnahme an der Relegation am letzten Spieltag der Oberliga-Meisterrunde durch ein 2:3 bei Arminia Hannover.

Auslosung am 29. Mai in der Sportschau

Die Landespokalsieger dürfen dann der Auslosung für die Erstrundenbegegnungen im DFB-Pokal am 29. Mai in der Sportschau (19.15 Uhr) entgegenfiebern. Als Losfee fungiert Weltmeister Kevin Großkreutz.

Ausgespielt wird die erste Runde an zwei verschiedenen Wochenenden: Zunächst vom 29. Juli bis 1. August. Weil sich aber Meister FC Bayern München und der deutsche Pokalsieger (SC Freiburg oder RB Leipzig) am 30. Juli im Supercup gegenüberstehen, werden die Erstrundenpartien dieser beiden Mannschaften auf den 30./31. August verlegt. Das Endspiel wird am 3. Juni 2023 im Berliner Olympiastadion angepfiffen.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 22.05.2022 | 22:30 Uhr

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