Osnabrücks David Blacha (l.) im Zweikampf mit dem Braunschweiger Bejamin Kessel © imago images / Revierfoto

Braunschweig gegen Osnabrück: Stimmungsumschwung im Nordduell?

Stand: 13.12.2020 09:32 Uhr

Himmelhoch jauchzend beim VfL Osnabrück, zu Tode betrübt bei Eintracht Braunschweig - doch mit einem Heimsieg im Nordduell heute (13.30 Uhr) könnten die "Löwen" bis auf zwei Punkte an das Überraschungsteam heranrücken.

Das späte 1:2 gegen den Karlsruher SC galt es für die Osnabrücker erst einmal zu verarbeiten. "Bitter" nannte Linksverteidiger Kevin Wolze das Zustandekommen des Ergebnisses, zumal Luc Ihorst kurz zuvor selbst noch den Siegtreffer auf dem Fuß gehabt habe. "Daran haben wir zwei, drei Tage zu knacken gehabt", sagte der 30-Jährige zwei Tage vor dem Spiel bei der Eintracht.

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Statt als Tabellenzweiter mit Rückenwind in das Spiel in Braunschweig zu gehen, droht sich die Stimmungslage komplett umzukehren. Auch wenn die "Löwen" trotz des jüngsten Erfolges gegen den FC St. Pauli weiter nur Drittletzter sind, haben sie den Anschluss ans Tabellenmittelfeld geschafft.

"Letzte Woche war wichtig, um die Negativserie zu durchbrechen", sagte BTSV-Trainer Daniel Meyer, dessen Team im ganzen November ohne Dreier geblieben war. Auch deshalb ist sein Fokus klar: "Es geht darum, nicht den Anschluss zu verlieren. Wir werden versuchen, uns in der Liga fest zu beißen. Das soll der Weg sein."

Vier Spiele in zehn Tagen - Sorge und Vorfreude

Bis Weihnachten warten auf beide Mannschaften noch vier Pflicht-Spiele innerhalb von zehn Tagen - dreimal in der Liga und am 22. Dezember im DFB-Pokal. "Das ist hart. Nach den Spielen müssen gute Regenerationsmaßnahmen ergriffen werden", betonte Meyer. Braunschweigs Stürmer Fabio Kaufmann klingt da ganz anders: "Ich freu mich auf den eng getakten Spielrhythmus. Wir werden alles in die Spiele reinwerfen."

Fejzic wieder im Tor - Engel fit für 150. Einsatz?

Die Hausherren müssen im Nordduell neben den Langzeitverletzten auch auf Benjamin Kessel verzichten. "Bennys Schulterverletzung wurde untersucht, und er wurde heute schon operiert", erklärte Meyer am Freitag. "Er wird zehn bis zwölf Wochen ausfallen. Das trifft uns sehr." Für Suleiman Abdullahi kommt das Spiel gegen Osnabrück nach seinen Knieproblemen noch zu früh. Jasmin Fejzic wird hingegen wie schon gegen St. Pauli wieder im Tor stehen.

"Wir müssen zielstrebiger zu Werke gehen, damit wir nicht wie gegen den KSC in eine Situation kommen, dass es noch mal so Spitz auf Knopf steht", sagte VfL-Trainer Marco Grote, der weiter auf Marc Heider und Ulrich Bapo sowie vielleicht auch auf Konstantin Engel (ebenfalls Knieprobleme) verzichten muss. Für den Außenverteidiger wäre es das 150. Pflichtspiel für die Lila-Weißen.

Mögliche Aufstellungen

Braunschweig: Fejzic - Ziegele, Wydra, Nikolaou - Wiebe, Kroos, Kammerbauer, Schlüter - Kobylanski - Proschwitz, Bär
Osnabrück: Kühn - Ajdini, Beermann, Trapp, Wolze - Taffertshofer, Blacha, Reis, Kerk - Amenyido, Ihorst

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 13.12.2020 | 22:50 Uhr

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