Oliver Glasner (l.), Trainer des VfL Wolfsburg, und Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke © imago images/Rene Schulz

Ärger beim VfL Wolfsburg: Schmadtke reagiert auf Glasner-Kritik

Stand: 08.11.2020 09:22 Uhr

Beim Fußball-Bundesligsten VfL Wolfsburg hängt der Haussegen gewaltig schief. Nach der öffentlichen Kritik von Trainer Oliver Glasner an der Transferpolitik wird sogar über das Aus des Österreichers spekuliert.

"Wir haben unser Transferziel in der Offensive nicht erreicht. Das ist schade, denn darüber haben wir uns monatelang unterhalten", sagte Glasner am Freitag in der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim heute (15.30 Uhr, im NDR Livecenter). Der VfL-Coach wollte "einen Spieler mit Tempo und Tiefgang" haben, wie er tags zuvor im "Sky"-Interview betont hatte. "Das haben wir nicht geschafft."

Schmadtke: "Finde den Zeitpunkt unglücklich"

Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke, der den Österreicher im Sommer 2019 vom Linzer SK nach Wolfsburg geholt hatte, reagierte verschnupft. "Ich finde es nicht gut", sagte der 56-Jährige dem "Kicker" und betonte: "Ich finde den Zeitpunkt unglücklich." Das Fachmagazin spekuliert bereits über eine Trennung nach dem Spiel gegen Hoffenheim.

"Das ist ja nicht Phantasialand hier. Die Vorstellungen, die von ihm kamen, waren nicht realisierbar. Man kann nicht Dinge haben wollen, die unrealistisch sind." Jörg Schmadtke beim "Sportbuzzer"

Verbrieft ist, dass die Stimmung zwischen Glasner und der sportlichen Führung schon länger nicht die beste ist. Allerdings erklärte Schmadtke am Sonnabend bei "Sport 1": "Deswegen schmeiße ich jetzt den Trainer nicht sofort raus. Ich bin kein Trainerkiller. Wir werden darüber reden." Die anstehende Länderspielpause bietet genügend Zeit für einen Austausch zwischen Sportdirektor und Trainer.

Glasners Vertrag läuft noch bis 2022

Glasners Vertrag bei den "Wölfen" läuft noch bis 2022. In seiner ersten Bundesliga-Saison bestätigte der 46-Jährige mit den Niedersachsen den Vorjahres-Erfolg seines Vorgängers Bruno Labbadia, der nach Querelen mit der Clubführung gegangen war, und erreichte zumindest die Qualifikationsspiele zur Europa League. Einen direkten Einzug in den internationalen Wettbewerb verpasste der VfL aber sowohl am letzten Spieltag der vergangenen Saison als auch drei Monate später im entscheidenden Play-off-Spiel bei AEK Athen (1:2).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 08.11.2020 | 22:50 Uhr

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