Stand: 05.07.2012 16:10 Uhr  | Archiv

Als Hansa abstieg und Frankfurt weinte

Trotz eines 2:1-Erfolgs gegen Eintracht Frankfurt steigt Hansa Rostock am 16. Mai 1992 ab. Stefan Böger (l.) erzielte in der 89. Minute den Siegtreffer.

Der 16. Mai 1992 ist ein denkwürdiger Tag. In Rostock ebenso wie in Frankfurt am Main. Obwohl Hansa an diesem Sonnabend im heimischen Ostseestadion die Eintracht mit 2:1 besiegt, verlassen beide Mannschaften nach Spielende den Platz als Verlierer. Die Eintracht, weil sie am 38. und letzten Spieltag der Spielzeit 1991/92 als klarer Favorit die Meisterschaft beim Underdog aus dem Nordosten verspielt. Hansa, weil es trotz des Sieges absteigt.

Furioser Start im gesamtdeutschen Oberhaus

Dabei hatte der letzte NOFV-Oberliga-Meister einen furiosen Start ins gesamtdeutsche Fußball-Oberhaus hingelegt. Nach Auftaktsiegen gegen Nürnberg, Bayern und Dortmund standen die Mecklenburger nach dem dritten Spieltag sogar an der Spitze des Klassements. Doch nach und nach wird die Mannschaft von Trainer Uwe Reindersnach unten durchgereicht. Im Frühjahr 1992 wird Reinders schließlich durch Erich Rutemöller ersetzt, doch auch er kann den Abstieg nicht mehr verhindern. Es wird bis 1995 dauern, ehe Hansa unter Frank Pagelsdorf wieder erstklassig wird.

Das Spiel im Stenogramm:

Hansa Rostock - Eintracht Frankfurt 2:1 (0:0)
Tore: 1:0 Dowe (65.), 1:1 Kruse (67.), 2:1 Böger (89.)
Zuschauer: 25.000
Rostock: D. Hoffmann - Straka - Wahl, Alms - Weilandt (57. März) - M. Spies, Schulz, Böger, Dowe - Weichert (74. Lässig), Schlünz
Frankfurt: Stein - Binz, D. Roth, Bindewald - F. Möller (52. Sippel), A. Möller, Bein, Falkenmayer, Weber - Yeboah, Kruse (76. Schmitt)

Die Geschichte von Hansa Rostock

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 01.03.2015 | 23:35 Uhr