Stand: 25.01.2020 17:26 Uhr

1:2 gegen Hertha - VfL Wolfsburg aus dem Tritt

von Johannes Freytag, NDR.de
Wolfsburgs Xaver Schlager (l.) grätscht dem Berliner Marko Grujic den Ball weg. © imago images / Jan Huebner
Auch Xaver Schlager (unten) konnte Wolfsburgs Spiel keine entscheidenden Impulse geben.

Der VfL Wolfsburg enttäuscht seine Anhänger weiter. Eine Woche nach dem 1:3 in Köln kassierten die Niedersachsen auch im eigenen Stadion eine Niederlage. Gegen Hertha BSC verlor die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner am Sonnabend mit 1:2 (0:0). Die "Wölfe" präsentierten sich vor dem gegnerischen Tor einmal mehr abschlussschwach und mussten in der Schlussminute das entscheidende Gegentor hinnehmen. In der Tabelle rutschen die "Wölfe" weiter ab. "Wir haben zum wiederholten Mal bei einer Standardsituation geschlafen und den Gegner so ins Spiel zurückgebracht", haderte VfL-Coach Oliver Glasner im NDR Interview, zu den Europapokal-Ambitionen passe so ein Auftritt "gar nicht".

VfL Wolfsburg: Stets bemüht, aber erfolglos

Glasner veränderte seine Startelf gegenüber dem Köln-Spiel auf zwei Positionen. Robin Knoche und Renato Steffen ersetzten John Anthony Brooks und Daniel Ginczek (beide Bank).

19.Spieltag, 25.01.2020 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg

1

Hertha BSC

2

Tore:

  • 1:0 Mehmedi (68.)
  • 1:1 Torunarigha (74.)
  • 1:2 Lukebakio (90.)

VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Tisserand, Knoche, Roussillon - Guilavogui - Schlager, Arnold (89. Ginczek) - Steffen (82. Victor), Brekalo (63. Mehmedi) - Weghorst
Hertha BSC: Jarstein - Klünter, N. Stark, Torunarigha, Mittelstädt - Ascacibar - M. Wolf, Skjelbred, Grujic, Dilrosun (76. Esswein) - Lukebakio (90.+2 Selke)
Zuschauer: 24894

Weitere Daten zum Spiel

Der VfL begann wie schon in Köln sehr dominant, erspielte sich dabei aber im Gegensatz zur Vorwoche in der Anfangsphase keine wirklich hochkarätige Torchance. Stattdessen wären die "Wölfe" mit der ersten Angriffsaktion der Gäste beinahe in Rückstand geraten: Dodi Lukebakios Flanke fand den im Fünfmeterraum völlig freistehenden Marius Wolf, doch der Berliner Mittelfeldspieler traf den Ball nicht richtig (13.).

In der Folgezeit war die Partie ausgeglichener, weil auch die Hertha nun mehr für die Offensive tat. Dennoch blieben gefährliche Abschlüsse Mangelware, die besseren der wenigen Gelegenheiten hatte der gastgebende VfL: Maximilian Arnold schoss zweimal am Tor vorbei (29., 40.), auch Knoche - per Kopf - verfehlte das Gehäuse von Rune Jarstein (34.). Die größte Chance vergab Josuha Guilavogui, dessen Direktabnahme Jarstein nur mit Mühe abwehren konnte (38.). Mit einem 0:0 der schwächeren Sorte ging es in die Pause.

Mehmedis Glückstreffer kontert Hertha schnell

Auch im zweiten Durchgang wurde deutlich, warum der VfL erst 19 Saisontreffer auf dem Konto hat. Nach einem langen Pass kam Steffen im Strafraum an den Ball, scheiterte aber ebenso an Jarstein wie der nachsetzende Weghorst (51.).

TV-Tipp
Xaver Schlager vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg © imago images / Christian Schroedter Foto: Christian Schroedter

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Mehr gelang lange nicht. Kämpferisch war den Wolfsburgern nichts vorzuwerfen, es fehlte jedoch an zündenden Ideen, um die gut stehende Berliner Defensive auszuhebeln.

Diese zündende Idee hatte dann Weghorst. Der Niederländer tauchte geschickt unter einer eher harmlosen in den Strafraum gezirkelten Flanke von Admir Mehmedi durch - der Ball trudelte am verdutzten Jarstein vorbei ins Tor (68.). Der Jubel über den kuriosen Treffer währte aber nicht lange: Nach einer Ecke stieg Jordan Torunarigha höher als Gegenspieler Kevin Mbabu und traf per Kopf zum Ausgleich (74.).

Lukebakio mit dem Last-Minute-Schock

Die Wolfsburger mühten sich weiter: Arnold versuchte es aus der Distanz - Jarstein parierte (77.). Auch Guilavoguis Kopfball parierte der Hertha-Keeper (81.). Aber kurz vor dem Ende schlug die Stunde von Herthas Lukebakio. Erst scheiterte der Kongolese freistehend an Koen Casteels (87.), dann traf er wenig später mit dem Hinterkopf doch noch zum Siegtreffer für die Berliner (90.).

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 26.01.2020 | 22:50 Uhr

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