Stand: 08.09.2020 18:16 Uhr

Bis zu 2.300 Zuschauer beim Tennis am Rothenbaum

Tennis am Hamburger Rothenbaum © Hamburg European Open/Alexander Scheuber
Wie erhofft sind mehr als 1.000 Zuschauer beim Tennisturnier in Hamburg erlaubt.

Das hochkarätig besetzte Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum kann vor bis zu 2.300 Zuschauern gespielt werden. Das gab am Dienstag die Innenbehörde bekannt, nachdem die Hansestadt zuvor eine Anpassung der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen hatte. Auf der traditionsreichen Anlage finden vom 19. bis 27. September die European Open der Männer statt. Der NDR überträgt ab dem 23. September im Livestream hier bei NDR.de und zeigt das Finale am Sonntag (12 Uhr) zudem live im NDR Fernsehen.

Sportsenator Grote: "Ein wichtiges Signal"

Die Genehmigung von mehr als 1.000 Zuschauern bei Sportveranstaltungen im Freien ist der neuen Verordnung nach in Einzelfällen künftig möglich, wenn das Event an einem Veranstaltungsort ohne geschlossene Dachkonstruktion mit möglichst mehr als 10.000 festen Sitzplätzen stattfindet und wenn der Veranstaltungsort über gesicherte Zu- und Abgänge sowie eine unbegrenzte Frischluftzufuhr verfügt. Es gilt ein Alkoholverbot.

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"Das traditionsreiche Tennisturnier am Rothenbaum wird die erste Sportveranstaltung mit einer größeren Zuschauerzahl in Hamburg sein. Ich freue mich, dass wir in diesem Fall über die Grenze von 1.000 Besuchern hinausgehen können", sagte der Hamburger Sportsenator Andy Grote (SPD): "Die heute vom Senat getroffene Entscheidung ist ein wichtiges Signal. Wir konnten einen weiteren Schritt hin in Richtung Normalität im Sport tun - besonnen und verantwortungsvoll."

Der Ticketvorverkauf startet am Mittwoch. "Wir bedanken uns für das Vertrauen der Stadt Hamburg in unser umfangreiches Covid-19-Schutzkonzept. Die Gesundheit der Besucher, Spieler und Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle", so Turnierdirektorin Sandra Reichel.

"Keine regelhafte Genehmigung" für Bundesliga-Spiele

Für die Fußball-Zweitligisten Hamburger SV und FC St. Pauli bedeutet die Entscheidung allerdings noch nicht, dass sie ihre Heimspiele künftig automatisch wieder vor mehr als 1.000 Zuschauern austragen dürfen. "Dies ist keine regelhafte Genehmigung von Bundesliga-Veranstaltungen", sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Die neue Regelung, die am Donnerstag in Kraft tritt, gelte erst einmal nur für Events "von herausragender Bedeutung für Deutschland und einmalige Ereignisse wie ein Pokalfinale". HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein hofft allerdings noch: "Wir betrachten diese neuen Entwicklungen als positives Signal und sind weiter im engen Austausch mit den Behörden, mit der Absicht, möglichst schon zu unserem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf unsere Fans begrüßen zu können."

Parallel zu den neuen Regelungen in der Hansestadt hat eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staats- und Senatskanzleien ihre Arbeit aufgenommen, die sich mit dem einheitlichen Umgang mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen beschäftigt. Sie soll bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 08.09.2020 | 19:30 Uhr

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