Stand: 07.08.2019 15:25 Uhr

Chili: Die scharfen Schoten

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Ob frisch, getrocknet oder gemahlen: Die kleinen Schoten sind stets recht scharf.

Weltweit existieren rund 4.000 verschiedene Chilisorten, die sich in unterschiedliche Schärfegrade einteilen lassen. Eine deutliche Schärfe haben sie allerdings alle. Das unterscheidet sie von Peperoni, mit denen sie botanisch sehr eng verwandt sind, die aber je nach Sorte teilweise sehr mild schmecken. Meist sind Chili-Schoten zudem deutlich kleiner als Peperoni.

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Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Peperoni und Chili sind die Gewürze, die aus den verschiedenen Schoten hergestellt werden: So sind Chilischoten die Basis für Chilipulver und Cayennepfeffer, aus Peperoni wiederum wird Paprikapulver hergestellt.

Je nach Schärfe der Peperoni handelt es sich dann um mildes - edelsüßes - Paprikapulver oder auch scharfen Rosenpaprika.

Chili in der Küche verwenden

Die Schärfe der Chilischoten passt zu Gemüsespeisen ebenso wie zu Fisch oder Fleisch. Sehr beliebt ist Chili in der asiatischen Küche, es ist Bestandteil der meisten Currymischungen. Chili ist aber auch eine leckere Zutat in fruchtigen Chutneys. Und in süßen Speisen, etwa Schokolade oder Marmelade, sorgt ein Hauch von Chili für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis.

Zu Frühlingsrollen und vielen anderen asiatischen Gerichten passen fruchtig scharfe, mit Chili gewürzte Dips besonders gut.

Chili ist sowohl getrocknet in Flocken- oder Pulverform als auch als frische Schote erhältlich. Bei der frischen Schote möglichst die Samenansätze und die weißlichen Scheidewände im Inneren der Schote entfernen. Sie sind besonders scharf. Dann entweder in dünne Ringe oder ganz klein schneiden. Aber Vorsicht: Je kleiner die Chilistücke sind, desto schärfer wird das Essen, da mehr Schärfe abgegeben wird. Generell empfiehlt es sich, Chili in der Küche eher sparsam zu verwenden und lieber später etwas nachzuwürzen.

Beim Kauf auf Schärfegrad achten

Farbe, Größe oder Form der Schoten geben übrigens keinen Hinweis darauf, ob es sich um eine eher milde oder scharfe Sorte handelt. Grüne Schoten wurden lediglich früher geerntet als gelbe oder rote. Beim Kauf empfiehlt es sich daher, auf die Hinweise an der Verpackung zu beachten oder - etwa beim Kauf auf dem Markt - den Verkäufer zu fragen. Als eher milde Sorte gelten Jalapeños, die vor allem in der mexikanischen Küche verwendet werden, als besonders scharfe Sorte dagegen Bhut Jolokia, die in Indien angebaut wird sowie Carolina Reaper [Deutsch: Sensenmann], die oft als schärfste Chili der Welt bezeichnet wird.

Chili "entschärfen"

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Wer es nicht ganz so scharf mag, sollte unbedingt die Samen und weißen Scheidewände gründlich entfernen.

Ist einmal zu viel Chili in ein Gericht gelangt, lässt sich die Schärfe mit Sahne, Kokosmilch oder Crème fraîche entschärfen: Da das sogenannte Capsaicin - der Inhaltsstoff, der für die Schärfe von Chili verantwortlich ist - fettlöslich ist, verfliegt ein Teil der Schärfe durch das in diesen Lebensmitteln enthaltene Fett.

Da Capsaicin zwar, fett-, aber nicht wasserlöslich ist, empfiehlt es sich, beim Verarbeiten der Schoten Einweghandschuhe zu tragen. Denn auch nach dem Händewaschen kann das Capsaicin schmerzhaft brennen, wenn es aus Versehen in die Augen gerieben wird. Auch das Schneidebrett sollte nach der Verwendung gründlich abgespült werden.

Chili richtig lagern und trocknen

Frische Chilischoten halten sich am besten im Kühlschrank - im Gemüsefach mindestens eine Woche. Die Schoten lassen sich aber auch gut einfrieren. Dazu einfach heiß abwaschen, gut abtrocknen und mitsamt Stielansatz in Gefrierbeuteln in die Tiefkühltruhe legen. Eine weitere Möglichkeit ist das Trocknen. Wer kein Dörrgerät besitzt, kann dünnfleischige Schoten auch auf Garn auffädeln und an einem trockenen, warmen Ort lufttrocknen lassen.

Eine Chili-Pflanze.

Die Chili-Manufaktur in Soltau

Nordtour -

Mitten in der Lüneburger Heide liegt die Chili-Manufaktur von Susanne Menke. 2011 hat sich die gelernte Malerin und Lackiererin dort mit ihrer Chili-Farm selbstständig gemacht.

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 03.08.2019 | 18:00 Uhr

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