Stand: 20.02.2019 09:15 Uhr

Fond selbst kochen - so geht's

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Fonds selbst zuzubereiten, spart Geld, kostet aber etwas mehr Zeit.

Ob zur Zubereitung feiner Soßen, zum Kochen von Suppen oder zum Dünsten: Fonds sind für viele Gerichte einfach unverzichtbar. Gekaufte Fonds sind allerdings häufig sehr teuer und überzeugen geschmacklich nicht immer. Trotzdem zögern viele Hobbyköche, ihre Fonds selbst herzustellen. Dabei sind die Zutaten sehr preiswert und die Zubereitung ist einfacher als viele denken. Allerdings kostet sie etwas Zeit. Ist der Fond jedoch erst einmal zubereitet, reicht die Menge meist für viele Gerichte.

Eine Teller mit Suppe.

Küchen-ABC: Fond - Basis für Soßen und Suppen

Mein Nachmittag -

Fonds bilden in der Küche die Grundlage für viele Suppen, Soßen und Eintöpfe. Wie stellt man sie her? Küchenmeister Hannes Schröder kocht exemplarisch einen Kalbsfond.

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Fond kochen: Diese Zutaten sind nötig

Je nach Sorte benötigt man zunächst Rinderknochen und Beinscheiben für einen kräftigen Rinderfond, Karkassen vom Fisch für einen Fischfond sowie ein ganzes Suppenhuhn für einen Geflügelfond. Außerdem braucht man reichlich Suppengemüse (Sellerie, Lauch und Möhre), zusätzlich können Gemüseschalen verwendet werden. Bei fleischigen Fonds dürfen auch Fettränder mit hinein.

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Gemüse, Knochen und Kräuter sind die Zutaten für viele Fonds.

Zur Herstellung heller Fonds werden die Zutaten in der Regel nicht angebraten. Wer mag, gibt nur eine halbierte scharf angebratene Zwiebel mit in den Topf. Die Zutaten mit kaltem Wasser auffüllen und das Ganze langsam erhitzen. Für dunkle Fonds alle Zutaten zunächst in einem großen Topf anbraten, sie dürfen dabei auch bräunen. Je schärfer die Zutaten im Topf angebraten werden, desto dunkler ist später der Fond. Das Ganze mit reichlich Wasser - je nach Bedarf und Zutatenmenge können das mehrere Liter sein - auffüllen und nach Belieben salzen, pfeffern und verschiedene Kräuter, Lorbeerblätter oder Wacholderbeeren hinzufügen.

Mehrere Stunden köcheln lassen

Der Fond muss nun mehrere Stunden leicht köcheln. Nur Fischfond geht schneller: Hier reicht meist etwa eine halbe Stunde, zudem kann etwa ein Drittel der zugefügten Flüssigkeit aus Weißwein bestehen. Wichtig bei allen Fonds: Zwischendurch hin und wieder den Schaum abschöpfen, der sich an der Oberfläche bildet. Dadurch bleibt die Flüssigkeit klar. Nach dem Kochen den Fond durch ein feines Sieb und am besten zusätzlich durch ein Mull- oder Küchentuch gießen. Nach Belieben abschmecken.

Selbst gemachten Fond lagern

Den fertigen Fond am besten in Einkochgläser abfüllen und im Ofen in einer mit Wasser gefüllten Fettpfanne circa 30 Minuten einkochen. Reine Gemüsefonds sind im verschlossenen Glas auch ohne Einkochen mehrere Wochen ungekühlt haltbar. Alternativ in Plastikbehälter füllen und einfrieren. So hält der Fond mehrere Monate.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 19.02.2019 | 16:20 Uhr