Tobias Feldmann spielt Weinberg

Der Geiger Tobias Feldmann war unter anderem Preisträger des Königin Elisabeth Wettbewerbs 2015 und Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbs 2012.

Weinbergs faszinierendes Violinkonzert, von Schostakowitsch als "fabelhaftes Werk" gelobt, ist im Konzert der NDR Radiophilharmonie in der Reihe Sinfoniekonzerte A mit dem vielfach ausgezeichneten jungen Geiger Tobias Feldmann zu erleben. Umrahmt wird es von Werken von Sibelius und Tschaikowsky unter der Leitung des finnischen Dirigenten John Storgårds.

Sinfoniekonzerte A 7
Do, 07.03.2019 | 20 Uhr
Fr, 08.03.2019 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
John Storgårds Dirigent
Tobias Feldmann Violine

JEAN SIBELIUS
"Pohjolas Tochter", Sinfonische Fantasie op. 49
MIECZYSLAW WEINBERG
Violinkonzert g-Moll op. 67
PETER TSCHAIKOWSKY
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

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Mit gerade mal 21 Jahren gelang dem Geiger Tobias Feldmann der künstlerische Durchbruch. Nach dem Sieg beim Deutschen Musikwettbewerb räumte er auch beim Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb in Hannover ab: dritter Platz gesamt, dazu Publikums- und Kritikerpreis. "Niemand öffnet so viele Horizonte", schwärmte Volker Hagedorn im "Tagesspiegel". Jetzt, sieben Jahre später, ist Tobias Feldmann erneut in Hannover zu erleben, und zwar mit dem Violinkonzert von Miecysław Weinberg.

Die Wiederentdeckung Weinbergs

War der Name Weinberg noch vor einigen Jahren nur Insidern bekannt, wird sein Schaffen mittlerweile auf breiter Front wiederentdeckt. Seine Oper "Die Passagierin" war ein posthumer Sensationserfolg, auch sein sinfonisches Werk erlebt eine Renaissance, und um das 1959 komponierte Violinkonzert reißen sich Geiger wie Gidon Kremer oder Benjamin Schmid. Wie sein Freund Schostakowitsch wählt Weinberg hier einen poetischen Ansatz, der auf alle vordergründige Virtuosität verzichtet: Der Solist wird zum Erzähler, zum Chronisten einer zwischen Gewalt, Trauer und Hoffnung changierenden Epoche.

Der finnische Orpheus

Peter Tschaikowskys 4. Sinfonie f-Moll, die ja ebenfalls eine Art Biografie in Tönen ist, sowie zu Beginn die Sinfonische Fantasie "Pohjolas Tochter" von Jean Sibelius, ein farbenprächtiges Werk über Väinämöinen, den finnischen Orpheus. Am Dirigentenpult der NDR Radiophilharmonie steht ein Landsmann von Sibelius: John Storgårds, selbst ein exzellenter Geiger, Echoklassik-Preisträger und Erster Gastdirigent der BBC Philharmonic.

Das Gelbe Sofa

Friederike Westerhaus oder Raliza Nikolov im unterhaltsamen Gespräch mit den Künstlern der Sinfoniekonzerte A, Beginn jeweils um 19 Uhr im Großen Sendesaal.

Das Konzert im Radio

Das Konzert am Donnerstag, den 7. März wird live auf NDR Kultur übertragen. Den Link zum Radio-Livestream finden Sie kurz vor Sendebeginn auf dieser Seite.