Abschluss der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Zu Gast in Wismar: Unter der Leitung von Andrew Manze spielte die NDR Radiophilharmonie das Abschlusskonzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Solist in Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 op. 15 war der Pianist Igor Levit. Aus seinen persönlichen musikalischen Favoriten hatte Manze außerdem Werke von Vaughan Williams und Sibelius ausgewählt.

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NDR Kultur
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Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie © NDR

Sibelius: 5. Sinfonie

Von Pendeln, Tänzen und Schwanenklängen: Chefdirigent Andrew Manze begeistert sich für die 5. Sinfonie von Sibelius, in der dunkle Passagen von strahlendem Licht verdrängt werden.

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Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
So, 16.09.2018 | 16 Uhr
Wismar, St.-Georgen-Kirche (St.-Georgen-Kirchhof 1)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Igor Levit Klavier

RALPH VAUGHAN WILLIAMS
Fantasia on a Theme by Thomas Tallis
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
JEAN SIBELIUS
Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82

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Der Pianist Igor Levit ist 2016 zum Gramophone Artist of the Year nominiert worden. Er ist Exklusivkünstler bei Sony Classical und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine CD-Einspielungen.

Das C-Dur-Konzert ist zwar nicht Beethovens erstes Klavierkonzert, aber das erste, das er einer Veröffentlichung für würdig erachtete. Formal noch in der Tradition Haydns und Mozarts stehend, trägt es mit seinen harmonischen Extravaganzen und seinem grimmigen Humor (Finale) doch ganz eigene Züge. Und die hat der aktuelle Träger des Beethoven-Rings, Igor Levit, bis ins letzte Detail herausgearbeitet - wie schon bei seiner Einspielung dieses Konzerts vor über zehn Jahren, Levits CD-Premiere. "Beethoven ist der für mich wichtigste Komponist", betonte Levit, auch mit Blick auf dessen Geisteshaltung.

Vielstimmigkeit und herbe Schönheit

Das weitere Programm des Konzerts trug eindeutig den Stempel von Chefdirigent Andrew Manze: zu Beginn Ralph Vaughan Williams' Fantasie über ein Thema von Thomas Tallis, einer Verbeugung vor der Vielstimmigkeit, ja Vielchörigkeit der elisabethanischen Renaissancemusik. Und als Abschluss die 5. Sinfonie von Jean Sibelius, für deren herbe Schönheit Manze ein ganz besonderes Faible hat.