Probenszene: Esa-Pekka Salonen dirigiert © Benjaming Suomela

Salonen dirigiert Salonen und Ravel

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Von, mit und für Salonen: Im zweiten Fokus-Programm interpretiert der große finnische Dirigent und Komponist Werke für Chor und Orchester von ihm selbst und von Maurice Ravel.

Esa-Pekka Salonen überzeugt auf ganzer Linie: Orchester rund um den Globus schätzen seine unfehlbare Schlagtechnik, das Publikum feiert seine energetischen, detailreichen Interpretationen und Musiker wie Fans lieben seine ebenso anspruchsvolle wie zugängliche Musik. Beim NDR Elbphilharmonie Orchester gestaltet der Finne im Januar 2022 im Rahmen eines zweijährigen Salonen-Schwerpunkts zwei Porträtkonzerte mit eigenen und fremden Werken.

Do, 27.01.2022 | 20 Uhr
Fr, 28.01.2022 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Esa-Pekka Salonen Dirigent
MDR-Rundfunkchor
NDR Vokalensemble
NDR Elbphilharmonie Orchester

ESA-PEKKA SALONEN
Karawane
MAURICE RAVEL
Daphnis et Chloé -
Symphonie chorégraphique en trois parties

Konzertkarten-Bestellung möglich ab dem 15. Juni 2021, 11 Uhr

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Meisterhaft geformter Affenzirkus

Im zweiten Programm im Rahmen des Salonen-Fokus erklingt das erste Chorwerk des finnischen Komponisten-Dirigenten. "Karawane" wurde 2014 in Zürich uraufgeführt und basiert auf einem Lautgedicht des Dadaismus-Mitbegründers Hugo Ball. In Salonens Vorstellung führte dessen Nonsens-Text zum Bild einer raum- und zeitlos fortschreitenden Zirkuskarawane.

Entsprechend wandert auch die Partitur durch eine breite Arena der Stile, Emotionen, Extreme und Allusionen, von nächtlichen Ruheinseln bis hin zu javanischen Affengesängen - "köstlich skurril, aber auch voll ausgeformt und streng", wie Alan Gilbert anlässlich einer New Yorker Aufführung konstatierte.

Ausladendes musikalisches Fresko

Im zweiten Teil des Konzerts steht jenes Stück auf dem Programm, das kein Geringerer als Igor Strawinsky einmal als "eines der schönsten Produkte in der gesamten französischen Musik" bezeichnete: Maurice Ravels Ballett "Daphnis et Chloé". Das Werk entstand im Auftrag des berühmten Impresarios Sergej Diaghilew für die "Ballets Russes" und basiert auf einem Hirtenroman des spätgriechischen Dichters Longos.

Ravel schwebte entsprechend "ein ausladendes musikalisches Fresko voll Hingabe an das Griechenland meiner Träume" vor. Während man heutzutage meist nur noch Auszüge daraus im Konzertsaal hört, bringt Salonen die komplette Ballettmusik auf die Bühne - so berühmte Nummern wie "Lever du jour" (Tagesanbruch) und "Danse générale" natürlich inklusive.

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