Stand: 01.10.2020 09:00 Uhr

Im Livestream: Paavo Järvi & das NDR EO

Im Konzert: Paavo Järvi dirigiert © Prague Spring Festival Foto: Zdenek Chrapek
Ein freudiges Wiedersehen mit Paavo Järvi. Zuletzt war der Estländer im Mai 2019 zu Gast beim NDR Elbphilharmonie Orchester.

Auch im zweiten Programm seines Gastspiels beim NDR Elbphilharmonie Orchester vereint Pultstar Paavo Järvi Werke französischer Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts, die - die komplexen, monumentalen Ansprüche der romantischen Sinfonik ohnehin strikt ablehnend - wunderbar Corona-taugliche, klassizistisch inspirierte, raffiniert instrumentierte Musik geschrieben haben.

Im Livestream

Das Konzert am 27. November um 21 Uhr wird auch live im Internet übertragen. Den Player zum Stream finden Sie rechtzeitig zum Konzert hier auf dieser Seite sowie in der NDR EO App.

Fr, 27.11.2020 | 21 Uhr
Sa, 28.11.2020 | 21 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Paavo Järvi Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

Bitte beachten Sie das geänderte Programm:


FRANCIS POULENC
Sinfonietta
ALBERT ROUSSEL
Sinfonietta für Streichorchester op. 52
JACQUES IBERT
Divertissement

Der Vorverkauf für dieses Konzert startet am 6. Oktober um 11 Uhr.

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Francis Poulencs "Sinfonietta": Vive le plaisir!

Francis Poulenc (Schwarz-weiß-Fotografie mit großem Mikrofon) © picture-alliance / Mary Evans Picture Library
Francis Jean Marcel Poulenc wurde 1899 in Paris geboren. Sein Werk "Sinfonietta" komponierte er 1947, im Alter von 48 Jahren.

Für ein 1947 komponiertes Werk etwa wählte Francis Poulenc bezeichnenderweise den verkleinernden Titel "Sinfonietta", um damit auszudrücken, dass es ihm mehr auf das Vergnügen als auf einen ernsthaften Beitrag zur Gattung ankam. Mit ihrem Erfindungs- und Abwechslungsreichtum, ihrer erfrischenden Lebendigkeit und ihren zahlreichen Stil-Nachahmungen zeigt die Sinfonietta dafür ganz andere musikalische Qualitäten.

Albert Roussel & Jacques Ibert

Denselben Titel wählte Poulencs Zeitgenosse Albert Roussel für sein einziges Werk für Streichorchester, das er 1934 für das nur aus Frauen bestehende "L'Orchestre féminin de Paris" schrieb. Dass eine Dame auch den prominenten Kontrabass-Part übernehmen würde, hatte der Komponist übrigens selbst gar nicht für möglich gehalten …

Sein Kollege Jacques Ibert schließlich folgte dem Zeitgeist der 1920er Jahre, indem er - frech und ungeniert - die altehrwürdigen musikalischen Welten der Oper, des Walzers und des "Sommernachtstraums" von Mendelssohn mit frivoler Zirkus- und Unterhaltungsmusik vermischte.

Orchester und Chor