Frank Peter Zimmermann im Porträt mit Geige © Irène Zandel Foto: Irène Zandel

Manfred Honeck & Frank Peter Zimmermann

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Wiedersehen mit guten Freunden: Stargeiger Frank Peter Zimmermann und Maestro Manfred Honeck kommen mit einem böhmisch-österreichisch-ungarischen Programm zum NDR Elbphilharmonie Orchester.

Die langjährige Partnerschaft des NDR Elbphilharmonie Orchesters mit Frank Peter Zimmermann geht in eine neue Runde. Diesmal hat der Ausnahmegeiger gleich zwei selten gespielte Werke im Gepäck: Die "Suite concertante" von Bohuslav Martinů und Béla Bartóks Rhapsodie Nr. 1. Im zweiten Teil des Konzerts steht Gustav Mahlers Erste Sinfonie auf dem Programm.

Do, 18.11.2021 | 20 Uhr
So, 21.11.2021 | 11 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Manfred Honeck Dirigent
Frank Peter Zimmermann Violine
NDR Elbphilharmonie Orchester

BOHUSLAV MARTINŮ
Suite concertante für Violine und Orchester
BÉLA BARTÓK
Rhapsodie Nr. 1 für Violine und Orchester
GUSTAV MAHLER
Sinfonie Nr. 1 D-Dur "Titan"

Konzertkarten-Bestellung möglich ab dem 15. Juni 2021, 11 Uhr

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Unbeachtete Repertoireschätze

Die "Suite concertante" ist nur eines von mehreren heute fast vergessenen Werken des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů für Violine und Orchester. Nach der US-Premiere 1945 musste die Welt ganze 50 Jahre warten, bis das Stück überhaupt in Europa zu hören war.

Und als ob der Komponist das Schicksal seiner ebenso virtuosen wie klanglich raffinierten Musik geahnt hätte, verwendete er im Schlussrondo dieses Werks noch einmal eine Idee aus seinem ebenfalls stiefmütterlich behandelten Ersten Violinkonzert …

Von osteuropäischer Folklore inspiriert

Was Martinůs Musik so reizvoll macht, war für seinen ungarischen Kollegen Béla Bartók systematischer Forschungsgegenstand: die Auseinandersetzung mit osteuropäischer Folklore. Während in der "Suite concertante" des Tschechen einige mährische Volksweisen anklingen, widmete sich Bartók in seiner Rhapsodie Nr. 1 für Violine und Orchester ganz der transsilvanischen (siebenbürgischen) Musiktradition: Das Orchester imitiert den Klang der Dorfkapellen, die Violine ergeht sich im "Verbunkos"-Stil, jenem zwischen prahlerischem und wehmütigem Ausdruck vermittelnden Geigenspiel, das die damals noch so genannten "Zigeuner" populär gemacht haben. 

Manfred Honeck im Porträt © Felix Broede
Manfred Honeck hat Mahlers Erste für die zweite Konzerthälfte programmiert.
Umarmung der ganzen Welt

Die Klänge der heimatlichen böhmisch-mährischen Provinz verarbeitete auch Gustav Mahler in seiner jugendlich überschwänglichen Ersten Sinfonie, die im Grunde aber gleich die ganze Welt umarmt - mit all ihrer (Natur-)Schönheit, aber auch ihren Abgründen und finsteren Seiten.

Orchester und Chor