Manfred Honeck & Frank Peter Zimmermann

Stand: 19.11.2021 09:00 Uhr

Stargeiger Frank Peter Zimmermann und Maestro Manfred Honeck kommen mit einem böhmisch-österreichisch-ungarischen Programm zum NDR Elbphilharmonie Orchester.

Die langjährige Partnerschaft des NDR Elbphilharmonie Orchesters mit Frank Peter Zimmermann geht in eine neue Runde. Diesmal hat der Ausnahmegeiger gleich zwei selten gespielte Werke im Gepäck: Die "Suite concertante" von Bohuslav Martinů und Béla Bartóks Rhapsodie Nr. 2. Im zweiten Teil des Konzerts steht Gustav Mahlers Erste Sinfonie auf dem Programm.

Jetzt auch als Video-on-demand

Das Konzert vom 18. November wurde im Videostream übertragen und steht ab sofort auch als Video-on-demand zur Verfügung.

Konzerte in 2G-Regelung

Bitte beachten Sie: Alle Konzerte in der Elbphilharmonie ab dem 20. November finden nach der 2G-Regel statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Elbphilharmonie.

Do, 18.11.2021 | 20 Uhr
So, 21.11.2021 | 11 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Harald Hodeige jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Manfred Honeck Dirigent
Frank Peter Zimmermann Violine
NDR Elbphilharmonie Orchester

BÉLA BARTÓK
Rhapsodie Nr. 2 für Violine und Orchester
BOHUSLAV MARTINŮ
Suite concertante für Violine und Orchester
GUSTAV MAHLER
Sinfonie Nr. 1 D-Dur "Titan"

Hinweis: Das Konzert am 21. November wird bereits nach der 2G-Regelung durchgeführt.

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Unbeachtete Repertoireschätze

Die "Suite concertante" ist nur eines von mehreren heute fast vergessenen Werken des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů für Violine und Orchester. Nach der US-Premiere 1945 musste die Welt ganze 50 Jahre warten, bis das Stück überhaupt in Europa zu hören war.

Und als ob der Komponist das Schicksal seiner ebenso virtuosen wie klanglich raffinierten Musik geahnt hätte, verwendete er im Schlussrondo dieses Werks noch einmal eine Idee aus seinem ebenfalls stiefmütterlich behandelten Ersten Violinkonzert …

Von osteuropäischer Folklore inspiriert

Was Martinůs Musik so reizvoll macht, war für seinen ungarischen Kollegen Béla Bartók systematischer Forschungsgegenstand: die Auseinandersetzung mit osteuropäischer Folklore. Während in der "Suite concertante" des Tschechen einige mährische Volksweisen anklingen, widmete sich Bartók in seiner Rhapsodie Nr. 2 für Violine und Orchester ganz der transsilvanischen (siebenbürgischen), ungarischen und rumänischen Musiktradition und ließ sie in seinem eigenen, elaborierten Stil aufgehen. Ganz unversehens wird da der gemütliche Dorfgeiger zum halsbrecherischen Virtuosen …  

Manfred Honeck im Porträt © Felix Broede
Manfred Honeck hat Mahlers Erste für die zweite Konzerthälfte programmiert.
Umarmung der ganzen Welt

Die Klänge der heimatlichen böhmisch-mährischen Provinz verarbeitete auch Gustav Mahler in seiner jugendlich überschwänglichen Ersten Sinfonie, die im Grunde aber gleich die ganze Welt umarmt - mit all ihrer (Natur-)Schönheit, aber auch ihren Abgründen und finsteren Seiten.

Orchester und Vokalensemble