Alan Gilbert dirigiert in der Hamburger Elbphilharmonie  Foto: Screenshot

Dvořáks "Rusalka" in der Elbphilharmonie

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Mehr als nur das "Lied an den Mond": Alan Gilbert dirigiert Dvořáks Märchenoper "Rusalka" im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg.

Eine schwer verliebte, außerordentlich singbegabte Wassernixe will Mensch werden und bezahlt dafür mit ihrer schönen Stimme. Doch die Untreue des von ihr umschwärmten Menschen-Prinzen bringt diesem den Tod und der Nixe die Rückkehr ins Reich der Geister. Womit sie immerhin ihre Stimme wiederbekommt und das Stück mit reinstem Schöngesang zu Ende bringen kann, nicht aber ihren Seelenfrieden findet.

Internationales Musikfest Hamburg
Fr, 06.05.2022 | 20 Uhr
So, 08.05.2022 | 18 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Alan Gilbert Dirigent
Rachel Willis-Sørensen Sopran
Ekaterina Gubanova Mezzosopran
Michelle DeYoung Mezzosopran
Dymtro Popov Tenor
Eric Owens Bass
NDR Elbphilharmonie Orchester

ANTONÍN DVOŘÁK
Rusalka - Lyrisches Märchen in drei Akten (konzertante Aufführung in tschechischer Sprache)

In Kooperation mit HamburgMusik

Solange Corona-bedingte Einschränkungen gelten, gehen die Tickets für die Konzerte 2022 jeweils am ersten Dienstag des Vormonats in den Verkauf.

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Dvořáks "Lied an den Mond" - einer der Tophits des Arienrepertoires

Der tschechische Komponist Antonin Dvorak © picture alliance/akg-images Foto: akg-images
Antonín Dvořák vertont in "Rusalka" eine Variante des Undinen-Mythos.

Soweit, so kurz die Handlung von Antonín Dvořáks bekanntester Oper "Rusalka". Das im Jahr 1901 in Prag uraufgeführte "lyrische Märchen" über die zum Scheitern verurteilte Liebe eines übernatürlichen Wasserwesens zu einem Erdenmenschen klingt seitdem in den Ohren von Hunderttausenden Opernfans rund um den Globus - allerdings meist nicht im Ganzen, sondern nur in Form jenes einen Auszugs: Rusalkas "Lied an den Mond" gehört zweifellos zu den Tophits des Arienrepertoires.

Die vollständige Oper ist dagegen im deutschsprachigen Raum bisher noch nicht zum Standard geworden. Zu groß sind dafür oft die sprachlichen Hürden eines abendfüllenden Stücks auf Tschechisch, zu unzeitgemäß vielleicht die märchenhafte, symbolistisch aufgeladene Story dieser "tschechischen Undine".

Musikalische Atmosphäre und spannendes Motivgeflecht

Dvořáks herrliche Musik, sein unzweifelhaftes Talent für lyrische (Natur-)Stimmungen und in diesem Fall auch sein kunstvoller Umgang mit Leitmotiven lohnen die Begegnung mit dem "Komplettpaket" aber allemal!

Und so hat sich Chefdirigent Alan Gilbert dazu entschlossen, die Oper mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg, das diesmal unter dem Motto "Natur" steht, wenigstens konzertant auf die Bühne der Elbphilharmonie zu bringen.

Orchester und Chor