Midori spielt auf ihrer Geige © Timothy Greenfield-Sanders Foto: Timothy Greenfield-Sanders

Midori spielt Glanerts zweites Violinkonzert

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Geigerin Midori ist der Stargast in einem gemeinsamen Konzertabend mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester in Kooperation mit der Konzertreihe NDR das neue werk.

Unter Leitung von Brad Lubman spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester eine Uraufführung und zwei Deutsche Erstaufführungen von Detlev Glanert, György Ligeti und Anders Hillborg.

Fr, 10.12.2021 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Brad Lubman Dirigent
Midori Violine
NDR Elbphilharmonie Orchester

DETLEV GLANERT
Violinkonzert Nr. 2 "An die Unsterbliche Geliebte"
(Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk u. a. des NDR)
GYÖRGY LIGETI
Macabre Collage
aus "Le Grand Macabre", eingerichtet von Elgar Howarth
(Uraufführung der Neufassung)
ANDERS HILLBORG
Sound Atlas
(Dt. Erstaufführung, Auftragswerk u. a. des NDR)

Eine Kooperation von NDR Elbphilharmonie Orchester und NDR das neue werk

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Detlev Glanerts neues Violinkonzert ist eigens für Midori entstanden. Glanert, nicht nur als Opernkomponist geübt im Umgang mit Literatur und Sujets außerhalb der festgefahrenen Traditionslinien, wählte für das Stück eine inhaltliche Vorlage, der wahrhaft singulärer Rang zukommt: Beethovens Brief an die "unsterbliche Geliebte", geschrieben im Jahr 1812.

Wie der Brief selbst ist das weitausholende, zu Momenten großer Innerlichkeit findende Werk dreiteilig angelegt. Um ein Jahr verschoben, erfährt es nun im Dezember 2021 seine Uraufführung.

Uraufführung der Neufassung: Ligetis "Macabre Collage"

György Ligetis einzige Oper "Le Grand Macabre", von Anfang an ein großer Publikumserfolg, hatte zwei Nachspiele in Form von Nachbearbeitungen herausragender musikalischer Passagen für den Gebrauch im Orchesterrepertoire. Weltweit bekannt wurden die zündenden, hochvirtuosen "Mysteries of the Macabre" für Sopran oder Trompete solo und Ensemble.

Weitere Informationen
Aufführungsszene: Bei der Premiere von Ligetis "Le Grand Macabre" in der Elbphilharmonie Hamburg erheben kostümierte Sänger ihre überdimensionierten Weingläsern aus Pappmaché zu einem Toast © Peter Hundert/NDR Foto: Peter Hundert
122 Min

Mitschnitt: György Ligetis "Le Grand Macabre"

Alan Gilbert dirigiert Ligetis rauschhafte Oper "Le Grand Macabre" in einer für die Elbphilharmonie Hamburg adaptierten Fassung. Die Aufführung ist im Video-on-Demand noch einmal zu erleben. 122 Min

Die "Macabre Collage", ebenfalls von Elgar Howarth arrangiert, ist dagegen seit bereits 25 Jahren nicht mehr zu hören gewesen. Sie wurde vom Komponisten im Zuge der langwierigen Umarbeitungen der Oper nur wenige Jahre nach der UA zurückgezogen. Mit einem an die Opernfassung letzter Hand angepassten Schluss ist das Werk erst seit kurzem wieder freigegeben worden.

Nun erlebt die Neufassung ihre internationale Premiere auf der Bühne der Elbphilharmonie, wo die Gesamtaufführung des "Grand Macabre" unter Alan Gilbert im Mai 2019 noch in bester Erinnerung ist.

Anders Hillborg: Sound Atlas

Komponist Anders Hillborg, porträtiert von Mats Lundqvist © Mats Lundqvist
Der Schwede Anders Hillborg war der erste Composer in Residence beim NDR.

Für Anders Hillborg, den Composer in Residence beim NDR im Jahr 2015/16, war die Musik von György Ligeti stets eine wichtige Anregung, wie der Schwede im Rahmen seiner Hamburger Konzerte gern in Interviews betonte. Viele seiner "Soundscapes" sind von Ligeti direkt beeinflusst. Nun steht noch einmal die Deutsche Erstaufführung eines seiner aktuellsten Werke auf dem Programm des NDR Elbphilharmonie Orchesters: "Sound Atlas", im Januar 2019 in London uraufgeführt.

"If Stanley Kubrick came back to remake 2001 and needed a soundtrack, Hillborg would be his man", schrieb die "Financial Times" nach dieser Aufführung. Eine Formulierung, die Hillborg gefallen haben dürfte - schließlich war es bekanntermaßen Ligeti, dessen Musik zwei legendären Filmen Kubricks ihre einzigartige Atmosphäre verlieh.

Orchester und Chor