Feature

Hieronymus Bosch

Dienstag, 12. Juni 2018, 20:00 bis 21:00 Uhr

Ein Feature von Mona Winter

Der Maler Hieronymus Bosch entwarf in seinem Werk wahre Höllenszenarien. Das Gehör und die Ohren spielen dabei eine besondere Rolle. In seinen Bildern (hier: "Garten der Lüste") wird Hölle hörbar.

In einem der bekanntesten Bilder von Hieronymus Bosch, "Garten der Lüste", wird die Hölle von musikalischen Folterinstrumenten und deren Kakophonie beherrscht. Verdammte werden an Lauten und Harfen gekreuzigt. Ohren rollen durch das infernalische Getümmel. Die mittelalterliche Bedeutung von Musik, Harmonie der göttlichen Schöpfung, wird ins Gegenteil verkehrt. Im Bild wird Hölle hörbar. Und der Sound des Schreckens zieht sich bis in die Gegenwart: Lärmschädigung, Tinnitus, Knalltraumata, Folter mit Heavy Metal. Ist die Tyrannei der Töne die Begleitmusik auch unseres heutigen Lebens?

Dieses Feature können Sie an dieser Stelle und in der NDR Mediathek zwölf Monate lang nachhören und herunterladen.

Hieronymus Bosch
Die Tyrannei der Töne
Regie: Mona Winter
Produktion: SWR 2016

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