Rendsburg: Geparktes Auto löste Feuer an Zugbrücke aus

Stand: 17.05.2024 14:23 Uhr

Drei Gebäude brannten Anfang Mai in Rendsburg, Teile der Eisenbahnhochbrücke wurden dadurch beschädigt. Etwa zehn Stunden musste der Zugverkehr dort ruhen. Jetzt steht die Ursache für das Feuer fest.

Ein technischer Defekt an einem im Gebäude geparkten Auto hat das Großfeuer am 6. Mai in der Kieler Straße ausgelöst. Das teilte die Polizei Neumünster heute mit. Auch sei nach den Arbeiten der Brandermittler nun auch die Schadenshöhe bekannt: Die Polizei schätzt eine hohe sechsstellige Summe.

Keine Schäden an der Brücke

Noch am Tag des Feuers untersuchten Gutachter die Eisenbahnbrücke, konnten allerdings keine Beschädigungen an der Statik des Bauwerks feststellen. Etwa zehn Stunden musste die Brücke wegen des Brandes gesperrt werden - gegen 20 Uhr hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtamtes (WSA) die Brücke wieder freigegeben. Wenige Minuten später fuhr der erste Zug wieder.

800 Grad: Bahnstrecke nur leicht beschädigt

Das Feuer hatte am 6. Mai für Temperaturen von bis zu 800 Grad unter der Brücke gesorgt. Dadurch fingen einige Holzschwellen an den Schienen Feuer. Der Abschnitt wurde unter anderem durch Ruß und Brandreste stark verschmutzt und teilweise wurden Bohlen verbrannt. Durch Brandlöcher entstand auch Reparaturaufwand an der Strecke.

Rauch eines Lagerhallenbrandes umhüllt die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke. © Digitalfotografie Nyfeler Foto: Tom Nyfeler
AUDIO: Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg nach Feuer nur leicht beschädigt (1 Min)

Feuer griff auf zwei Gebäude über

Am Vormittag des 6. Mais war in der Nähe der Brücke eine Garagenanlage in Brand geraten. Vor Ort stieg dichter, schwarzer Rauch in den Himmel. Die Flammen griffen laut Feuerwehr auf ein angrenzendes Wohnhaus und eine weitere Halle über. Ein Hausbewohner wurde leicht verletzt. Die Flammen seien laut Polizei aber schnell unter Kontrolle gewesen. Es waren etwa 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Explosionen waren zu hören

In der betroffenen Halle standen Autos. Außerdem waren dort Farben und Lacke gelagert. Deshalb waren auch Explosionen zu hören, wie die Polizei mitteilte. In dem Wohnhaus war eine therapeutische Wohngruppe untergebracht. Da das Haus nach dem Feuer nicht mehr bewohnbar war, wurden die Bewohner vorübergehend in einem Hotel untergebracht, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Die Löscharbeiten dauerten bis in den späten Nachmittag an.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.05.2024 | 14:00 Uhr

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