Stand: 26.08.2019 05:57 Uhr  - Schleswig-Holstein Magazin

Platz am Lübecker Krähenteich: Anwohner in Angst

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Rund um den Lübecker Krähenteich: Anwohner trauen sich alleine nicht mehr auf den Platz.

Der Lübecker Krähenteich ist ein beliebter Treffpunkt für Drogensüchtige. Es wird gedealt und Drogen werden konsumiert - außerdem kommt es immer wieder zu Gewalt. Vor ein paar Tagen ist eine Polizeikontrolle eskaliert: Beim Versuch, einen pöbelnden Drogenkonsumenten festzunehmen, wurde eine Beamtin mit einer Bierflasche beworfen und leicht am Bein verletzt.

Viele Anwohner trauen sich alleine nicht mehr auf den Platz. "Hier herrscht ein hohes Gewaltpotential. Das hat sich sehr verändert", berichtet Maja Stahlbaum, die in der Gegend wohnt. Holger Schubert wünscht sich ein friedliches Zusammenleben. Die Anwohner fordern, dass den Süchtigen geholfen wird. Zum einen sollte es mehr Sozialarbeiter geben. Aber sie fordern auch ein härteres Durchgreifen gegen die Dealer.

Option wird diskutiert: Szene auflösen

Bei der Stadt ist das Problem bekannt. Mittlerweile wird darüber nachgedacht, den Drogentreff mit konsequenten Platzverweisen aufzulösen. "Das ist eine Option. Bei allem müssen wir die Folgen bedenken. Auflösung folgt dazu, dass sie woanders wieder auftauchen", erklärt Innensenator Ludger Hinsen (CDU). Die Szene verlagere sich dann. Und den Süchtigen werde ebenfalls nicht wirklich geholfen, so der Innensenator.

Mitte der Woche wollen Stadt, Polizei und Suchthilfe über den Drogenplatz beraten und wie die Situation am Lübecker Krähenteich auf lange Sicht beruhigt werden kann. Laut Innensenator habe die Polizei schon viel erreicht. Die Szene habe sich bereits halbiert. Trotzdem arbeite man gemeinsam mit Polizei und Drogenberatungsstellen weiterhin an einer Strategie, um dem Problem am Krähenteich Herr zu werden, so Hinsen.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 25.08.2019 | 19:30 Uhr

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