Klein Gladebrügge: Riesenbärenklau breitet sich rasant aus

Stand: 24.06.2021 18:24 Uhr

Die Gemeinde Klein Gladebrügge (Kreis Segeberg) hat ein riesiges Problem - den Riesenbärenklau. Die Pflanze ist giftig und kann zu schweren Verbrennungen führen.

Auf einer Fläche von über zwei Hektar hat sich der Riesenbärenklau in Klein Gladebrügge mittlerweile ausgebreitet. Die Zierpflanze aus dem Kaukasus verdrängt heimische Arten und ist giftig. Bürgermeister Waldemar Röhr macht sich Sorgen, dass sich zum Beispiel spielende Kinder schwere Verbrennungen zuziehen. Dafür reicht der Kontakt mit dem Saft der Pflanze im Sonnenlicht.

Bürgermeister kämpft gegen die Pflanze

"Eine Pflanze hat ungefähr 50.000 Samen, die sie verbreitet. Wir haben angefangen, mit Macheten die Köpfe, Dolden und Blätter abzuschlagen. Damit versuchen wir, die Pflanze in den Griff zu kriegen", erklärt der Bürgermeister. Als Nächstes will die Gemeinde die Stauden mit samt den Wurzeln entfernen, damit die Pflanze nicht auch über den Bachlauf in die umliegenden Dörfer gelangt. Wer den Riesenbärenklau auf öffentlichen Flächen, insbesondere Spielplätzen oder Parks sieht, sollte dies umgehend an das zuständige Ordnungsamt melden.

Weil die Staude so giftig ist, sollten nach Berührung mit dem Saft der Riesenbärenklaupflanze die betroffenen Hautstellen immer sofort mit Wasser und Seife, am besten sogar mit Spiritus abgewaschen werden, bevor Sonne auf die Hautstelle gelangt.

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Riesenbärenklau auf einer Wiese © fotolia Foto:  TwilightArtPictures

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Schleswig-Holstein Magazin | 24.06.2021 | 19:30 Uhr

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