Stand: 17.02.2020 17:27 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

FBQ: Klagen von Großenbrode und Fehmarn abgewiesen

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig hat am Montag zwei Klagen gegen den Ausbau der sogenannten Hinterlandanbindung abgewiesen. Die Gemeinden Großenbrode und Fehmarn hatten mit unterschiedlichen Ansätzen gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der B207 zwischen Heiligenhafen und Puttgarden geklagt - es ging unter anderem um Straßenquerungen und die Aussparung der Fehmarnsundbrücke in der Planung. Die Bundesstraße soll als Straßenhinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung (FBQ) dienen.

Planfeststellungsbeschluss hat weiter Bestand - vorerst

Die Bedenken der beiden Kommunen haben das Gericht aber nach eigenem Bekunden nicht überzeugt. Somit hat der Planfeststellungsbeschluss vorerst weiter Bestand. Vorerst deshalb, weil noch fünf weitere Klagen in Schleswig anhängig sind, sowie eine umfassende Klage gegen die Planfeststellung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Der zuständige Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Verkehrsministerium, Thilo Rohlfs, äußerte sich zufrieden. Zugleich zeigte er sich vorsichtig optimistisch, dass auch die noch ausstehenden Klagen keinen Erfolg haben werden und damit rasch Baurecht geschaffen werden könnte.

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Weitere Klagen anhängig

Am 27. Februar wird am OVG die Klage einer Hofbesitzerin auf Fehmarn verhandelt. Im Laufe des Frühjahrs/Sommers 2020 sind nach Angaben des Gerichts zudem weitere Termine für die Klagen zweier Umweltverbände, der Scandlines Deutschland GmbH und des Wasser- und Bodenverbandes Großenbrode geplant.

18 Kilometer lange Verbindung geplant

Der 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll die deutsche Insel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Baukosten: voraussichtlich 7,4 Milliarden Euro.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.02.2020 | 17:00 Uhr

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