Ein Mann steht vor einem mobilen Supermarkt. © NDR Foto: Hedwig Ahrens

Wenn der Supermarkt vor die Haustür rollt

Stand: 13.03.2021 13:30 Uhr

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch das Einkaufsverhalten. Ein Nordhorner Unternehmen bietet sein Lebensmittel-Sortiment schon lange auf Rädern an - das Interesse an diesem Service ist gestiegen.

Insgesamt betreibt der Frischdienst Nordhorn (Landkreis Grafschaft Bentheim) 25 rollende Supermärkte, die rund 900 Artikel an Bord haben, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Mehr als 6.000 Kundinnen und Kunden zwischen Leer und Georgsmarienhütte im Landkreis Osnabrück versorgt das Unternehmen mit Waren - vom Apfel bis zur Zahnpasta reicht das Sortiment.

Nicht nur Stammkunden schätzen den Lieferservice

Ein mobiler Supermarkt ist von innen zu sehen. © NDR Foto: Hedwig Ahrens
Der Supermarkt, der nach Hause kommt, wird zunehmend geschätzt.

Manche, die in normalen Zeiten regelmäßig zum Einkaufen gehen, scheuen wegen der hohen Inzidenzwerte aktuell den Weg in den vollen Supermarkt. Neben solchen neuen Interessentinnen und Interessenten gibt es aber auch die Stammkundschaft: Margret Kirschner aus Sögel im Landkreis Emsland etwa hat schon lange vor der Corona-Pandemie im Supermarkt auf Rädern eingekauft. "Ich bin schon seit 42 Jahren hier, ich kenne das nicht anders, als dass freitags der Milchwagen kommt", sagt sie. Kirschner schätzt die regionalen Wurstwaren und Milchprodukte - und den persönlichen Lieferservice. "Wer kann schon einkaufen vor der Haustür? Es wird alles hingebracht, hingestellt - die schweren Sachen vor allen Dingen."

"Einkauf schneller erledigt"

Fahrer Heinz Tranel schleppt derweil Getränkekisten ins Haus seiner Kundin. Während Tante-Emma-Läden auf dem Land schließen mussten, ist der als Milch- oder Butterwagen bekannte Lieferservice weiterhin stark nachgefragt. Tranel fährt seit Ausbruch der Pandemie noch mehr Adressen an. Aus seiner Sicht ist es einfacher, auf diese Weise einzukaufen. "Hier steht man allein vor dem Sortiment und der Einkauf ist innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten erledigt."

Schwätzchen beim Einkauf ist derzeit auch wichtig

Neuerdings dauert es manchmal auch etwas länger: Durch die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen habe seine Kundschaft mehr Redebedarf. "Die wollen sich dann auch mal unterhalten und was Neues hören", erzählt Tranel. Nach dem Schnack muss er dann aber weiter - pro Woche warten rund 250 Kundinnen und Kunden auf ihn und seinen rollenden Supermarkt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 12.03.2021 | 15:00 Uhr

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