Stand: 19.01.2017 14:50 Uhr

Tödlicher Schiffsunfall ist aufgeklärt

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Der Matrose des Binnenschiffes "Emelie D" konnte sich gerade noch zu Boden werfen.

Der Matrose des Binnenschiffes "Emelie D" ist am Donnerstag zu dem tödlichen Unfall am Montag befragt worden und konnte laut Polizei zur Aufklärung des Falls beitragen: Nach seinen Angaben hatte der Kapitän das Ruderhaus zunächst hochgefahren, um im dichten Nebel ein entgegenkommendes Schiff besser sehen zu können. Als er dann auf dem Küstenkanal bei Surwold (Landkreis Emsland) unter der Brücke "Im Eichengrund" hindurch fahren wollte, habe der Schiffsführer begonnen, das Steuerhaus wieder herunterzufahren, so der Matrose. Das geschah offenbar zu spät, das Ruderhaus kollidierte mit der Brücke.

60-Jähriger stirbt im Krankenhaus

Der 60-jährige Kapitän wurde bei dem Zusammenprall schwer verletzt. Er starb später im Krankenhaus. Der 28-jährige Matrose stand unter Schock und konnte zunächst nicht vernommen werden. Am Donnerstag gab er gegenüber der Polizei an, dass er den Kapitän noch gewarnt habe. Als das Steuerhaus des Binnenschiffes dann mit der Brücke kollidierte, habe er sich selbst zu Boden geworfen.

Matrose manövriert Schiff zum Anleger

Das Schiff aus Haren war am Montag auf dem Küstenkanal von Oldenburg in Richtung Dörpen unterwegs gewesen. Der Unfall ereignete sich gegen 20.20 Uhr. Nach dem Unfall war es dem Matrosen noch gelungen, die "Emilie D" zweieinhalb Kilometer weiter bis zur Anlegestelle zu manövrieren und dort festzumachen. Die Rettungskräfte konnten das Schiff dann betreten.

Weitere Informationen

Tödlicher Schiffsunfall: Polizei sucht Ursache

Auf dem Küstenkanal bei Surwold ist ein Schiff gegen eine Brücke geprallt. Der Schiffsführer starb. Das Führerhaus war nicht abgesenkt - warum, versucht die Polizei herauszufinden. (18.01.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 19.01.2017 | 14:30 Uhr

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