Stand: 13.07.2017 13:22 Uhr

Osnabrück hat landesweit die höchste Blitzdichte

Experten haben in der Stadt Osnabrück im vergangenen Jahr landesweit die höchste Blitzdichte registriert. Der Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) zählte dort 297 Erdblitze. Das entspricht 2,48 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer, wie aus der am Donnerstag vorgestellten Bilanz hervorgeht. Auf dem zweiten Platz liegt die Stadt Wolfsburg. Die sogenannte Blitzdichte beträgt dort 1,63 pro Quadratkilometer. Die wenigsten Blitze in den acht kreisfreien Städten in Niedersachsen gab es in Delmenhorst. Dort registrierte der BLIDS 2016 insgesamt 39 Erdblitze - das entspricht 0,63 pro Quadratkilometer.

Osnabrück bereits 2015 Spitzenreiter

Auch unter den 38 niedersächsischen Landkreisen liegt Osnabrück vorn. Dort wurden 3.411 Blitze gezählt. Die Dichte beträgt 1,61. In den Kreisen Friesland und Osterode am Harz blitzte es im vergangenen Jahr landesweit am wenigsten. Schon 2015 führte die Stadt Osnabrück das Ranking an - damals schlugen durchschnittlich 4,07 Blitze pro Quadratkilometer ein. Das war die größte Blitzdichte in Niedersachsen und Platz vier bundesweit.

Die Regionen mit der höchsten Blitzdichte in Niedersachsen

  • Stadt Osnabrück 2,48 Erdblitze pro Quadratkilometer
  • Stadt Wolfsburg 1,63
  • Landkreis Osnabrück 1,61
  • Landkreis Vechta 1,60
  • Landkreis Heidekreis 1,55

Wesel bundesweit vorn

Generell bekommen Menschen in südlich des Mains gelegenen Gegenden Deutschlands öfter Blitze zu sehen als jene im Norden, heißt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Bundesweiter Spitzenreiter 2016 war aber eine Region in Nordrhein-Westfalen. Im Landkreis Wesel registrierte der Blitzdienst 4,1 Einschläge pro Quadratkilometer.

Was passiert eigentlich in den Wolken, wenn es blitzt und donnert?

Es ist reine Physik, was da passiert: In einer Gewitterwolke steigen Wassertropfen auf. Oben ist es kalt, die Tropfen werden erst Kristalle und dann Graupelkörner, die so schwer sind, dass sie runterfallen. Die Tropfen und Körner reiben aneinander und in der Wolke steigt die Spannung. An der Unterseite sammelt sich negative Ladung. Sie ist so stark, dass sich die Erde unter der Wolke positiv auflädt. Erst kommen dann die Vorblitze und schließlich bildet sich der Blitzkanal, durch den ein Blitz die Erde trifft. Erst wenn sich die Wolke entladen hat, gibt es keine Blitze mehr. Der Kanal löst sich auf, die heiße Luft entweicht und es donnert.

Weitere Informationen

Hamburg in der Blitztabelle vorn

Im Vergleich der Bundesländer hat es in Hamburg 2016 die meisten Blitzeinschläge pro Quadratkilometer gegeben. Der Rest des Nordens war weit weniger betroffen. (13.07.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 13.07.2017 | 07:30 Uhr

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