Stand: 05.03.2020 21:24 Uhr

Elefantastische Kunstwerke aus dem Rüssel

Ein Tierpfleger hält ein von der Elefantenkuh "Sita" mit dem Rüssel gemaltes Bild hoch. © Zoo Osnabrück Foto: Hanna Räckers
Elefantenkuh "Sita" aus dem Zoo Osnabrück ist unter die Künstler gegangen. Ein Tierpfleger zeigt eines ihrer Werke.

Die Elefantenkuh "Sita" aus dem Zoo Osnabrück ist unter die Maler gegangen - gewissermaßen ist sie Graffiti-Künstlerin. Denn ihre Werke auf Leinwand entstehen dank ihres Rüssels mit einer Sprüh-Spritz-Technik. Entstanden sei die Idee beim täglichen Training, sagte der wissenschaftliche Kurator des Zoos Osnabrück, Andreas Wulftange, am Donnerstag. Verwendet wird dabei natürlich nur lebensmittelechte Fingerfarbe, wie der Zoo mitteilt.

Spielerisches Kunstprojekt

Die Elefanten im Osnabrücker Tierpark lernen nämlich jeden Tag auf spielerische Weise Kommandos, damit Tierarztbesuche oder die Fußpflege einfacher über die Bühne gehen. Bei einer dieser Übungen wird "Sita" Wasser in den Rüssel gefüllt, das sie auf ein Kommando wieder ausblasen muss.

Konkurrenz für den malenden Orang-Utan

Im Zoo gab es bisher nur einen Künstler: Den malenden Orang-Utan "Buschi". Dabei sei Wulftange die Idee gekommen, der künstlerischen Ader von "Sita" auf den Grund zu gehen. Übrigens scheint das künstlerische Talent nicht so sehr in der Familie zu liegen. Ihr zweijähriger Bruder "Minh-Tan" hat offenbar noch kein richtiges Interesse für die Kunst zu haben. Und Mutter "Douanita" und Zuchtbulle "Luka" machen die Aufgaben "außer der Reihe" gar nicht gerne, so der Zoosprecher. Die Bilder will der Zoo verkaufen. Der Erlös soll der Tierhaltung zugute kommen. Zudem gehen laut Zoo zehn Prozent des Verkaufserlöses an das Artenschutzprojekt "Hilfe für die Asiatischen Elefanten" des WWF.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 06.03.2020 | 06:30 Uhr

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