Stand: 20.10.2019 08:30 Uhr

Massiver Protest gegen Tierversuchslabor

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Etwa 2.000 Menschen versammelten sich am Sonnabend vor dem Tierversuchslabor in Mienenbüttel.

Heimlich gefilmtes Videomaterial aus einem Tierversuchslabor im Landkreis Harburg hat für große Diskussionen und Empörung gesorgt. Am Sonnabend wurde der Protest auf die Straße getragen: Vor dem Tierversuchslabor im Neu Wulmstorfer Ortsteil Mienenbüttel wurde am Abend eine Mahnwache gegen die Einrichtung abgehalten, zu der nach Angaben der Organisatoren etwa 2.000 Menschen kamen. Die Polizei hatte mit etwa 500 Teilnehmern gerechnet, wie NDR 1 Niedersachsen berichtete. Zuvor hatten sich am Nachmittag mehr als 7.000 Menschen an einer Demonstration in Hamburg beteiligt. In Sprechchören forderten die Demonstranten die Schließung dieses Labors sowie ein Ende aller Tierversuche. Zur Mahnwache und zur Demo hatte die Organisation Soko Tierschutz aufgerufen.

Demonstranten halten bei den Protesten in Neugraben ein Banner mit dem Aufruf "Todeslabore schließen" hoch.

Tausende demonstrieren gegen Tierversuchslabor

Hallo Niedersachsen -

Nachdem Tierschützer in einem Versuchslabor in Mienenbüttel bei Neu Wulmstorf verstörende Filmaufnahmen gemacht hatten, gingen über 7.000 Menschen in Neugraben auf die Straße.

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Hunde, Affen und Katzen gequält und misshandelt?

Gegen das Labor gibt es schwere Vorwürfe - dort sollen Hunde, Affen und Katzen gequält und misshandelt worden sein. Die Soko Tierschutz, die das Material verbreitet hatte, hat den juristischen Weg eingeschlagen und das Veterinäramt des Landkreises angezeigt. Damit rückt neben dem Labor auch die Arbeit der Verwaltung in den Fokus. Die Amtstierärzte hätten sich strafbar gemacht, weil sie die umstrittene Einrichtung Laboratory of Pharmacology and Toxicology GmbH & Co. KG (LPT) im Neu Wulmstorfer Ortsteil Mienenbüttel nicht umfassend kontrolliert hätten, sagte ein Sprecher der Tierschützer.

Landkreis stellt Mängel im Labor fest

Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt bereits seit einigen Tagen gegen das Labor wegen des Verstoßes gegen den Tierschutz. Versuchstiere, so die Vorwürfe, sollen misshandelt worden sein. Nachdem Videoaufnahmen aus der Einrichtung bekannt geworden waren, hatte der Landkreis gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) bei einer Kontrolle am Dienstag Mängel festgestellt, darunter zu kleine Käfige für Versuchs-Affen. Diese seien am Donnerstagvormittag abtransportiert worden, sagten die Tierschützer gegenüber NDR 1 Niedersachsen.

LAVES hat Anzeige gestellt

Das LAVES habe nach Sichtung des Videomaterials bereits vor einer Woche Strafanzeige gegen das Labor erstattet, sagte Dorit Stehr, Tierschutzreferentin im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, am Mittwoch. Bis zum Abschluss der Prüfung werden laut LAVES - das für die Erlaubnis von Tierversuchen zuständig ist - keine neuen Genehmigungen für Versuche an das Labor vergeben. Allerdings gibt es offene Fragen bei bereits erteilten Genehmigungen der Tierversuche.

Weitere Informationen

Tausende protestieren gegen Tierversuchslabor

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 19.10.2019 | 19:30 Uhr

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