Stand: 05.09.2018 16:38 Uhr

Gorleben: Wird Salzstock zum Erlebnisbad?

Ob der Salzstock im Erkundungsbergwerk in Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) einmal Endlager für radioaktiven Müll wird, ist noch immer unklar. Zwar wurde die Erkundung im Zuge des Neustarts der Endlagersuche eingestellt, um eine Vorfestlegung auf den Standort zu vermeiden. Doch das Thema ist noch nicht vom Tisch. Sollte Gorleben aber am Ende nicht infrage kommen, haben die Umweltschützer schon eine besondere Nutzung im Auge: Der Salzstock könnte ein Platz für "Erlebnistourismus" sein. Denkbar sei eine Kombination mit untertägigen Heilstollen, schreibt die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg in ihrer aktuellen "Gorleben Rundschau".

Spaßbad im Stollen

Den Artikel umschreibt die BI aus dem Wendland mit dem Wort Vision - die scheint aber schon sehr konkret: Sowohl die oberirdischen Anlagen des Bergwerks - wie Kantine und Büros - als auch die Schächte und Teile der Stollen könnten den Umweltaktivisten zufolge touristisch genutzt werden. Die verschiedenen schon errichteten Ebenen im Salzstock erlaubten eine Trennung in "laute erlebnis- und kinderorientierte Bereiche und ruhige Wellness- und Heilbereiche". Denkbar wären etwa ein Spaßbad, eine Kletterlandschaft und ein Salz-Schürf-Bereich.

In NRW gibt es ein ähnliches Projekt

Zur Ruhe kommen könnten Besucher in einem Wellness-Bereich mit Sauna, in Salzgrotten, Solebädern und in einem Schlaftrakt. Das eine Nachnutzung in dieser Art möglich ist, zeigt das Gebäude des fertig gebauten, aber nie in Betrieb genommenen "Schnellen Brüters" im Kalkar am Niederrhein (Nordrhein-Westfalen). Es beherbergt seit bald 30 Jahren eine große Erholungs- und Freizeitanlage.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 05.09.2018 | 14:30 Uhr

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