"Rote Häuser" als Perspektive für wohnungslose Familien

Die Stadt Hannover nimmt in der kommenden Woche neue Unterkünfte für wohnungslose Menschen in Betrieb. Dabei handelt es sich um die sogenannten Roten Häuser im Stadtteil Hainholz. Bis zu 150 Menschen sollen dort für mindestens ein Jahr unterkommen - so lange, bis für sie eine bezahlbare Wohnung gefunden wurde. Die ersten der insgesamt 46 Klinker-Häuser seien bereits saniert und ausgestattet, heißt es von der Stadt. Vor allem wohnungslose Familien sollen dort untergebracht werden, sagt Hannovers Sozialdezernentin Sylvia Bruns (FDP). Ihren Angaben nach leben in den städtischen Unterkünften gerade mehr als 1.000 Menschen - mehr als die Hälfte davon sind Familien. Die "Roten Häuser" an der Schulenburger Landstraße waren wegen der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg von der Stadt errichtet worden und standen viele Jahre leer, weil sie dringend saniert werden mussten. Zwischenzeitlich hatten Aktivistinnen und Aktivisten die roten Klinkerbauten besetzt, um auf den schleppenden Fortgang der Arbeiten und die schwierige Lage obdachloser Menschen in Hannover aufmerksam zu machen.
