Ein Kind hält ein Schild in der Hand mit der Aufschrift: "Es gibt keinen Planet B!" © Ulrich Perrey/dpa Foto: Ulrich Perrey

"Fridays for Future" demonstriert wieder in Niedersachsen

Stand: 18.06.2021 17:19 Uhr

100 Tage vor der Bundestagswahl sind "Fridays for Future"-Aktivisten für ein höheres Tempo beim Klimaschutz auf die Straße gegangen - unter anderem in Hannover, Braunschweig und Lüneburg.

In mehr als 30 Städten nahmen die Klimaaktivisten nach mehrwöchiger Corona-Pause ihre Streiks am Freitag wieder auf. Bei sommerlicher Hitze demonstrierten sie, um eine bessere und sozial gerechte Klimapolitik einzufordern. In Hannover nahmen am Mittag etwa 1.000 Menschen an einer Kundgebung auf dem Opernplatz teil, die gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di organisiert worden war. Danach startete ein Demonstrationszug durch die Stadt.

Klimagerechtigkeit im Fokus

Im Zentrum stand das Thema Klimagerechtigkeit. Für Beschäftigte in Branchen, die sich durch die ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft veränderten, müssten Alternativen geschaffen werden, betonte Juana Zimmermann von der ver.di-Jugend Hannover. In Lüneburg protestierten die Aktivisten unter dem Motto "Gerechtigkeitskämpfe verbinden". Der Einsatz für Klimagerechtigkeit und andere Gerechtigkeitskämpfe dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, erklärten die Initiatoren.

Solidarität mit Aktivisten in Syrien

In Göttingen demonstrierten die Teilnehmer auf dem Wilhelmsplatz für "Fridays for Future"-Mitstreiter in der mehrheitlich kurdisch besiedelten Region Rojava in Syrien. "Wir solidarisieren uns mit allen, die unter der Invasion der faschistischen Regierung der Türkei in Nordost-Syrien leiden", so die Veranstalter. An einer Fahrrad-Demo in Braunschweig rund um die Innenstadt nahmen laut Polizei rund 80 Personen teil.

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Sozialverbände, Gewerkschaften und Kirchen beteiligten sich

Auch Vertreter von Sozialverbänden, Gewerkschaften und Kirchen beteiligten sich an den bundesweiten Protestaktionen, die von nun an wieder wöchentlich stattfinden sollen. "Für die gesellschaftspolitisch gerechte Transformation ist die Frage eines starken, sozial gestaffelten finanziellen Ausgleichs wichtig", sagte ver.di-Chef Frank Werneke am Freitag. Spätestens nach der Bundestagswahl müsse dieses Thema konkret umgesetzt werden. Es sei wichtig, den Menschen Ängste zu nehmen und das Thema Klimaschutz positiver zu besetzen, forderte Werneke weiter. "Nur aus Ängsten heraus kann keine gute Politik entstehen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 18.06.2021 | 15:00 Uhr

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