Stand: 28.07.2020 16:34 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Alte Labore: LKA hat Probleme bei Blut-Analysen

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Alte Labore sorgen für Probleme bei der Arbeit des KTI. (Themenbild)

Wegen technischer Mängel muss das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen Bereiche im Kriminaltechnischen Institut (KTI) sperren. Die Behörde bestätigte am Dienstag Berichte über Arbeitsschutzprobleme im alten Gebäude des KTI in Hannover. In einem Labor gebe es Mängel an fünf von elf Abluftanlagen, sagte eine Sprecherin des LKA. Sie seien in Abstimmung mit der Gewerbeaufsicht außer Betrieb genommen worden. Durch den Ausfall sei die Leistungsfähigkeit des Instituts beeinträchtigt.

LKA: "Signifikante zeitliche Beeinträchtigungen"

Bei der Untersuchung von Betäubungsmitteln, Dopingstoffen, Blut- und Urinproben sowie Brandschuttproben wird es darum "zu signifikanten zeitlichen Beeinträchtigungen kommen", wie die Sprecherin mitteilte. Auch Proben von Umweltdelikten werden in dem betroffenen Teil des Labors untersucht.

Gebäude aus den 1950er Jahren

Hintergrund ist der Sanierungsstau in den Gebäuden des LKA. Die Gebäude des KTI in der Schützenstraße stammen zum Teil noch aus den 1950er Jahren. Sie "entsprechen in ihrer technischen Ausstattung nicht mehr den sicherheitstechnischen Anforderungen an moderne Laborbereiche".

Kein neues KTI vor 2026

Eigentlich hatte die Politik 131 Millionen Euro eingeplant, um den Hauptstandort des LKA am Waterlooplatz zu sanieren und dort auch ein neues Kriminaltechnisches Institut zu bauen. Im vergangenen Jahr aber scheiterte eine erste Ausschreibung wegen hoher Baupreise. Vor 2026 werde das neue KTI nicht in Betrieb gehen können, sagte das Finanzministerium am Dienstag. Bis dahin solle das alte Gebäude funktionstüchtig gehalten werden, unter anderem mit neuen Abzugs- und Lüftungsanlagen.

Analysen könnten in andere Labore gegeben werden

Das Landeskriminalamt will durch Umorganisation die Probleme der Arbeit auffangen. So werde an den funktionstüchtigen Laborplätzen in zwei Schichten gearbeitet. Insgesamt sei aber mit einer "mehrmonatigen Beeinträchtigungsdauer" zu rechnen.

Das Innenministerium erwägt, Analysen an geeignete Institute innerhalb und außerhalb Niedersachsens zu vergeben und andere Länder um Amtshilfe zu bitten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.07.2020 | 12:00 Uhr

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