Stand: 26.07.2020 09:09 Uhr

Max-Planck-Institut bekommt riesiges Spektrometer

Leute nehmen ein von einem Kran herabgelassenes Spektrometer in Empfang. © NDR
Das Spektrometer ist acht Tonnen schwer.

Am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen ist am Mittwoch eines der drei weltweit stärksten hochauflösenden Spektrometer aufgestellt worden. Der acht Tonnen schwere und 12,5 Millionen Euro teure Koloss wurde mit einem großen Kran direkt in die neue Halle gehievt. Das Gerät sieht aus wie eine riesige Thermoskanne. Die magnetische Stärke des Kernspin-Resonanz-Spektrometers ist fast 600.000-mal stärker als das Erdmagnetfeld. Mit diesem starken Magnetfeld kann die Struktur von Molekülen besonders exakt untersucht und gemessen werden.

Einsatz bei Erforschung von Krankheiten

Die Göttinger Wissenschaftler wollen damit vor allem Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson besser erforschen. Unter anderem soll untersucht werden, warum sich Proteine verklumpen, ablagern und so die Nervenzellen im Gehirn schädigen und wie das verhindert werden kann, sagte Professor Markus Zweckstetter zu NDR 1 Niedersachsen. "Wir versuchen zu verstehen, woher das kommt, und was man dagegen vielleicht machen kann." Außerdem erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse in der Infektions- und Krebsforschung.

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Göttingen: Neuer Chef für Max-Planck-Chemiker

Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie hat einen neuen Chef. Leibnizpreisträger Claus Ropers übernimmt die Leitung. Er bleibt zudem an der Uni Göttingen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 22.07.2020 | 17:00 Uhr

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