Stand: 08.12.2018 12:29 Uhr

"Ernstes Risiko": VW ruft Autos zurück

VW hat offenbar Tausende Autos aus der Vorserienproduktion verkauft. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) werden rund 4.000 Autos wegen fehlerhafter Dokumente zurückgerufen. Die Rückrufaktion werde überwacht, da ein ernstes Risiko nicht ausgeschlossen werden könne, teilte die Behörde am Freitag mit. Laut VW handelt es sich zumeist um sogenannte Vorserienfahrzeuge, die zu Testzwecken gebaut würden. "Es wurde versäumt, zu dokumentieren, was an den betroffenen Fahrzeugen nicht seriengemäß ist", sagte ein VW-Sprecher am Freitag als Reaktion auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" . Laut dem Bericht sind zwischen 2006 und 2015 mehr als 16.000 Fahrzeuge, die nicht aus der Serienproduktion stammen, sondern zu Testzwecken gebaut worden sind, auf den Markt gekommen. Inzwischen prüft auch das Bundesverkehrsministerium den Fall. Falls VW gegen Typgenehmigungsvorschriften verstoßen habe sollte, droht dem Konzern möglicherweise ein Bußgeld von bis zu 20 Millionen Euro.

Ein großes VW-Logo steht auf einem Hochhaus. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

VW ruft 4.000 Autos zurück

NDR 1 Niedersachsen -

Volkswagen ruft in Deutschland nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) rund 4.000 Autos wegen fehlerhafter Dokumente zurück.

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5.555 Autos mit "unklarem Bauzustand"

Allein für die Baujahre 2010 bis 2015 stuft die interne Revision von VW nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen gut 6.700 Autos als Fahrzeuge mit "unklarem Bauzustand" ein. Der "Spiegel" berichtet von 9.000 Fahrzeugen. "Vorserienfahrzeuge, die Problematiken unterliegen, wurden ohne Prüfung und Korrektur vermarktet", heißt es demnach in einem internen Bericht, der auch an den damaligen VW-Marken-Chef und jetzigen Konzernchef Herbert Diess gegangen sein soll. Offenbar war nicht klar, welche Teile in ihnen verbaut wurden. Laut "Spiegel" hat VW im Mai entschieden, 5.555 Autos zurückzukaufen - wegen "unklaren Bauzustandes".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.12.2018 | 16:00 Uhr

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