Stand: 05.06.2019 12:31 Uhr

Rostocks OB Methling verzichtet auf Mandat

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Roland Methling hatte bei der Bürgerschaftswahl in Rostock mehr als 12.000 Stimmen bekommen.

Der noch amtierende Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) wird nach Ende seiner Amtszeit als Bürgermeister nicht mehr in die Bürgerschaft der Hansestadt einziehen. Obwohl er für das Wählerbündnis UFR (Unabhängige Bürger für Rostock) in das Stadtparlament gewählt wurde, hat Methling nach 14 Jahren an der Spitze der Hanse- und Universitätsstadt dem Gemeindewahlleiter gegenüber seinen Verzicht auf das Mandat erklärt.

Mandatsverzicht nach 14 Jahren in der Bürgerschaft

Hintergrund ist offenbar das Ergebnis seiner Fraktion bei der Kommunalwahl von Ende Mai, heißt es aus Bürgerschaftskreisen. Das Bündnis hat vier der insgesamt 53 Bürgerschaftssitze erringen können und damit für den Noch-OB offenbar zu wenig, um in der Stadt weiterhin entscheidende Akzente setzen zu können.

Methling hat mehr als 12.000 Stimmen auf sich vereinen können und damit die drittmeisten Stimmen aller zur Bürgerschaftswahl angetretenen Kandidaten erreicht. Demnach war er Zugpferd seines Wählerbündnisses, das insgesamt knapp 21.500 Stimmen erreichte. Nachrückerin für Roland Methling ist offenbar Jana Blaschka, die dann einen der vier UFR-Sitze in der Bürgerschaft erhält.

Rostocker reagieren verärgert

In Rostock reagieren viele mit Enttäuschung und Unverständnis. Auch in den sozialen Netzwerken zeigt sich Unmut darüber, dass sich Methling erst hat aufstellen lassen und nun verzichten will. Von verschenkten Stimmen ist die Rede und auch Kommunalpolitiker aus Schwerin mischen sich im Netz in die Diskussion ein. "So befördert man Politikverdrossenheit", kommentierte unter anderem Henning Förster, Fraktionsvorsitzender Linken in der Schweriner Stadtvertretung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.06.2019 | 12:00 Uhr

Audios und Videos zur Kommunalwahl in MV

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Nordmagazin
22:46
NDR 1 Radio MV