Stand: 18.09.2020 08:04 Uhr

Warnstreik: Postangestellte fordern mehr Geld

Mit Warnwesten und Schildern streiken Angestellte der Post auf der Straße © NDR Foto: Christoph Kümmritz
Die zentrale Veranstaltung des Post-Warnstreiks für Mecklenburg-Vorpommern findet in Wismar statt.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Deutschen Post sind in einen Warnstreik getreten. Sie fordern 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt und 90 Euro mehr pro Monat für Auszubildende und Dualstudenten. Viele Briefkästen in Mecklenburg-Vorpommern werden darum am Freitag und Sonnabend wohl leer bleiben, auch Pakete werden mit Verzögerung ausgeliefert.

Tausende Briefe und Pakete nicht pünktlich

Die Gewerkschaft Ver.di rechnet mit 440.000 Briefen und 50.000 Paketen, die bis Montag nicht zugestellt werden. Dann startet die nächste Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeber. Die Post lehnt die Forderungen der Gewerkschaft ab und verweist auf sinkende Einnahmen bei der Werbepost und schwächelnder Konjunktur wegen der Corona-Krise. Ein konkretes Angebot für die Mitarbeiter gebe es nicht, so Ver.di.

Bei fehlender Einigung droht ein unbefristeter Streik

Sollte es in den kommenden Verhandlungen nächste Woche keine Einigung geben, droht eine Urabstimmung und ein unbefristeter Streik. Davon könnte dann auch die Weihnachtspost betroffen sein.

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Ein Schild mit der Aufschrift "Dieser Betrieb wird bestreikt" steht vor einer bestreikten Hamburger Deutsche-Post-DHL-Niederlassung. © picture alliance/dpa Foto: Bodo Marks

Post-Warnstreik: Briefe und Pakete bleiben liegen

Viele Haushalte müssen derzeit länger auf ihre Pakete und Briefe warten. Im Kampf um eine bessere Bezahlung hat ver.di zum Warnstreik an den Zustellzentren der Post aufgerufen mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.09.2020 | 08:00 Uhr

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