Stand: 11.09.2020 17:41 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Vorpommer verliert 140.000 Euro an Telefontrick-Betrügerin

Senior schaut aus dem Fenster während eines Telefonats © picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa Foto: Sebastian Gollnow
Mit einer speziellen Software gewährte ein Vorpommer einer Unbekannten Zugriff auf sein Konto. (Symbolfoto)

Ein 61-jähriger Mann aus Vorpommern hat 140.000 Euro eine Telefontrick-Betrügerin verloren. Bereits im Juli hatte er einen Anruf von einer Frau erhalten, die sich als "Maria Müller" vorstellte. Sie hätte sich in dem Telefonat auf eine Überweisung von 7.000 Euro bezogen, die er Monate zuvor veranlasst hatte. Sie werde dafür sorgen, dass er das Geld zurück bekommt, machte sie dem Mann weiß. Über eine spezielle Software ließ er zu, dass die Anruferin Fernzugriff auf seinen Computer erhielt. Mit seiner Zustimmung richtete sie ein Konto für den Tausch von sogenannter Kryptowährung ein. Sie zog in den vergangenen Monaten mit 18 Überweisungen insgesamt 140.000 Euro vom Konto des Mannes ab, bevor diesem Mitte dieser Woche dämmerte, dass es sich um Betrug handeln könnte, und er bei der Polizei in Pasewalk Anzeige erstattete.

Durch "Liebesbetrug" 8.400 Euro verloren

Bei einem typischen Fall von Liebesbetrug ging eine 73-jährige Frau von der Insel Rügen einem angeblichen Doktor aus Amerika auf den Leim, den sie über das Internet kennengelernt hatte. Nach regem schriftlichen Kontakt gab der Mann an, dass er sich mit der Frau in Deutschland treffen und sein gesamtes Vermögen von 2,5 Millionen Dollar mitbringen würde. Für den sicheren Transport des Geldes in einer Kiste sowie andere Auslagen bat er sie um insgesamt 8.400 Euro. Erst als sie weitere 30.000 Euro für Zollformalitäten berappen sollte, wurde die Frau skeptisch und ging zur Polizei.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.09.2020 | 18:00 Uhr

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