Stand: 01.05.2019 17:12 Uhr

Viele Gegendemonstranten bei NPD-Demo in Wismar

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Fast 700 Polizisten sicherten die Veranstaltungen.

In Wismar ist eine Kundgebung der Landes-NPD ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen. An der Gegendemonstration beteiligten sich etwa 1.100 Personen. Die Gegendemonstranten hatten sich dem Bündnis "Wismar für alle" angeschlossen. Zuvor gab es in der Heiligen-Geist-Kirche ein Friedensgebet über alle Religionen hinweg. Darin prangerte Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) den Alltagsrassismus in der Hansestadt an. So komme es zum Beispiel vor, dass Taxifahrer keine Ausländer mitnehmen würden.

Polizei trennt Gruppen voneinander

Zur Demonstration der Rechtsextremen waren laut Polizei 250 NPD-Anhänger gekommen. Für den Landesverband war es der Wahlkampfauftakt. Die Polizei sprach von einem insgesamt friedlichen Verlauf, beide Demos waren räumlich großzügig voneinander getrennt. Es habe lediglich kleinere Sitzblockaden auf der Route der Neonazis gegeben.

Zentrum fast komplett abgesperrt

Die Polizei war mit 670 Einsatzkräften deutlich sichtbar im Stadtgebiet. Das Zentrum war fast komplett abgesperrt, ebenso Straßen auf der Demo-Route am Stadtrand. Dadurch kam es teils zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, auch im öffentlichen Nahverkehr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.05.2019 | 17:00 Uhr

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