Ein Personenzug der Deutschen Bahn fährt hinter einem blinkenden Andreaskreuz an einem Bahnübergang in der Nähe von Schwerin vorbei. © Picture Alliance/dpa Foto: Jens Büttner

Verkehrsminister fordert drei Milliarden Euro vom Bund

Stand: 19.09.2022 05:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hat mehr Geld vom Bund gefordert, um Bus und Bahn durch die Energiekrise zu bringen.

Rund 3,1 Milliarden Euro zusätzliches Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) hat Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) vom Bund gefordert, um die gestiegenen Energiekosten und die höhere Nachfrage in den Bundesländern bewältigen zu können. Es gehe um zusätzliche sogenannte Regionalisierungsmittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für 2022 und 2023, um die ÖPNV-Angebote bundesweit zu verbessern und zu modernisieren. Außerdem, so Meyer vor einer Konferenz mit seinen Amtskollegen und dem Bundesverkehrsminister, seien weitere 1,65 Milliarden Euro notwendig, um die in Folge des russischen Krieges gegen die Ukraine massiv gestiegenen Energiepreise auszugleichen.

Meyer: Länder nicht allein lassen

Mecklenburg-Vorpommerns Anteil an den Regionalisierungsmitteln für 2022 und 2023 beträgt bislang laut Meyer rund 580 Millionen Euro. Hinzu kommen 34 Millionen Euro, um Einnahmen auszugleichen, die durch das 9-Euro-Ticket ausgefallen sind. "Die Länder dürfen bei den anstehenden Herausforderungen nicht allein im Regen stehen gelassen werden", sagte der Verkehrsminister, "es geht darum, das Fahrplanangebot im Land weiter aufrechtzuerhalten und die Verkehrsunternehmen wirtschaftlich zu stabilisieren". Auch Corona mache den Verkehrsunternehmen weiter zu schaffen.

365-Euro-Ticket vorgeschlagen

Meyer erneuerte unterdessen seinen Vorschlag für ein 365-Euro-Ticket als Nachfolgelösung des 9-Euro-Tickets in Mecklenburg-Vorpommern. Es würde ein Jahr gültig sein. "Darüber hinaus brauchen wir ein Zusatzangebot, das bundesweit gilt", forderte der SPD-Politiker.

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NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 18.09.2022 | 10:00 Uhr

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