Ein Spezialzaun gegen Wildschweine wird montiert, um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. © Christopher Niemann Foto: Christopher Niemann

Schweinepest: MV baut zweiten Schutzzaun an Grenze zu Polen

Stand: 21.09.2021 17:07 Uhr

Gegen die immer näher kommende Afrikanische Schweinepest (ASP) baut Mecklenburg-Vorpommern einen zweiten Schutzzaun. Die Landesregierung bewilligte dafür 5,8 Millionen Euro.

Der zweite Schutzzaun soll parallel zum ersten Schutzzaun auf rund 100 Kilometern Länge zwischen der Insel Usedom und südlich des Stettiner Haffs bis Pomellen an der Autobahn 11 Berlin-Stettin aufgebaut werden. Wie Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) erklärte, entstehe so ein Korridor, in dem die Wildschweindichte "maximal" verringert werden solle, um Mecklenburg-Vorpommern seuchenfrei zu halten und eine Ausbreitung nach Westen zu unterbinden. Das Geld müsse zudem zum Flächenerwerb und zur Instandhaltung dienen.

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Ein Wildschwein läuft auf Waldboden. © dpa Foto: Fredrik von Erichsen

Afrikanische Schweinepest kommt MV immer näher

Rund 25 Kilometer von MV entfernt ist der Erreger nachgewiesen worden - im brandenburgischen Kreis Uckermark mehr

Erster Schutzzaun Ende 2020 fertig gebaut

Der erste Schutzzaun in Mecklenburg-Vorpommern war Ende 2020 fertiggestellt worden. Inzwischen wurde südlich der A11 zu Brandenburg bereits ein zweiter Zaun gebaut. In Brandenburg und Polen gibt es seit Monaten immer wieder neue Fälle. Die Seuche ist für Menschen ungefährlich, für Schweine aber tödlich.

ASP-Fall in der Uckermark

Erst vor wenigen Tagen war Ein ASP-Fall bei einem toten Wildschwein im brandenburgischen Landkreis Uckermark fünf Kilometer entfernt von der polnischen Grenze entdeckt worden. Der Fundort lag westlich des festen Zauns entlang der Grenze zu Polen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.09.2021 | 18:00 Uhr

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