Stand: 24.10.2018 14:06 Uhr

Neubrandenburg: Marx soll am Schwanenteich stehen

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Die Neubrandenburger Karl-Marx-Statue soll am Schwanenteich aufgestellt werden. (Archivbild)

Der Streit um die Wiederaufstellung des Karl-Marx-Denkmals in Neubrandenburg ist offenbar geklärt. Oberbürgermeister Silvio Witt hat einen Standort außerhalb des Stadtzentrums vorgeschlagen. Mehrere Fraktionen der Stadtvertretung haben bereits ihr Einverständnis signalisiert.

Aufstellung noch in diesem Jahr

Noch ist die 2,20 Meter hohe und über eine Tonne schwere Statue in einem Depot eingelagert. Doch bis Jahresende soll sie am Schwanenteich in der Nähe des Friedrich-Engels-Rings aufgestellt werden. Damit will Oberbürgermeister Silvio Witt sein Versprechen einlösen, das er nach langen Streitereien in der Stadtvertretung gegeben hatte.

Statue seit 18 Jahren im Depot

Vor 18 Jahren war das Denkmal auf dem Marktplatz wegen der Sanierungsarbeiten am Haus der Kultur und Bildung abgebaut worden. Seitdem ist das Denkmal des Berliner Bildhauers Gerhard Thieme im Depot eingelagert. Die Fraktionen waren sich jahrelang uneinig, was mit der Statue aus DDR-Zeiten geschehen sollte. Erst eine private Spende von 10.000 Euro führte zur Einigung.

Spender sehen von Bedingung ab

Ein Neubrandenburger Ehepaar will die Kosten für die Wiederaufstellung übernehmen. Ursprünglich war die Spende an die Bedingung geknüpft, dass die Plastik an ihren letzten Standort im Stadtzentrum zurückkehrt. Viele Stadtvertreter hatten daraufhin kritisiert, sie wollten sich den Ort nicht vorschreiben lassen. Inzwischen soll die Spende auch ohne Bedingung fließen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.10.2018 | 14:00 Uhr

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