Stand: 08.01.2020 14:38 Uhr

Mehr als drei Jahre Haft für Messerattacke

Das Justizzentrum in Neubrandenburg © DPA-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck
Im Sommer war in Neubrandenburg ein 33-Jähriger durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt worden. Sein Kontrahent wurde nun verurteilt. (Archivbild)

Für eine lebensgefährliche Messerattacke im Juni 2019 ist ein 24-Jähriger am Landgericht Neubrandenburg zu drei Jahren und drei Monate Haft verurteilt worden. Das Gericht befand den Neubrandenburger der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Die Verteidigung hatte Freispruch verlangt, da das 33-jährige Opfer den Angeklagten zuerst mit einem Messer angegriffen und er somit in Notwehr gehandelt habe. Die Staatsanwaltschaft hatte eine viereinhalb-jährige Haftstrafe gefordert.

Erst niedergeschlagen, dann zugestochen

Nach Ansicht des Gerichts hatte der körperlich überlegene Angeklagte den 33-jährigen Kontrahenten zunächst niedergeschlagen. Als dieser am Boden lag, habe er ihm mit einem Messer eine 17 Zentimeter lange Schnittwunde am Hals zugefügt. "Das war keine Notwehr mehr", sagte der Richter.

Streit bei Trinkgelage vor Supermarkt

Der Vorfall hatte sich am 21. Juni vor einem Einkaufszentrum im Neubrandenburger Stadtteil Datzeberg ereignet. Dort hatten die späteren Kontrahenten zusammen getrunken. Dabei war es zum Streit gekommen. Der Verdächtige war nach der Auseinandersetzung geflüchtet. Die Polizei konnte ihn wenig später festnehmen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 08.01.2020 | 15:00 Uhr

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