Stand: 02.05.2019 20:02 Uhr

Mehr als 100 Sportwagen: Illegales Rennen auf A20?

Die Polizei hat bei einem Großeinsatz auf der A20 Teilnehmer eines möglicherweise illegalen Autorennens gestoppt. Am frühen Nachmittag setzte die Polizei auf der Raststätte Fuchsberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) zwischen Wismar und Rostock nach Kontrollen 122 hochmotorisierte Autos fest. In ersten Meldungen war nur von 40 Sportwagen die Rede. Laut Polizei handelt es sich unter anderem um Luxus-Sportwagen der Marken Porsche, Lamborghini und Ferrari. Vier weitere Autos wurden am späten Nachmittag weiter östlich auf dem Parkplatz Peenetal bei Neubrandenburg gestoppt.

Mehrere Sportwagen auf einem Parkplatz werden von der Polizei festgesetzt

Illegales Autorennen gestoppt

Nordmagazin -

Die Polizei hat auf der A20 zwischen Wismar und Rostock ein Autorennen gestoppt. Rund 100 Wagen wurden aus dem Verkehr gezogen, die meisten mit norwegischen Kennzeichen.

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Führerscheine und Fahrzeugscheine eingezogen

Wie das Polizeipräsidium Rostock NDR 1 Radio MV erklärte, gingen am frühen Nachmittag erste Meldungen über rasende Sportwagen ein. Sie sollen mit Geschwindigkeiten von mehr als 250 km/h unterwegs gewesen sein. Später habe ein Hinweisgeber den Tipp gegeben, dass zahlreiche Sportwagen einen Stop auf der Raststätte Fuchsberg eingelegt hätten. Daraufhin habe die Polizei dort Kontrollen durchgeführt - und die Autos der Teilnehmer des mutmaßlichen Rennens festgesetzt. Es seien Führerscheine und Fahrzeugscheine eingezogen worden, heiß es.

Mobile und stationäre Kontrollen eingerichtet

Die Polizei richtete im weiteren Verlauf der A20 in Richtung Osten zusätzliche mobile und stationäre Kontrollstellen ein. Neben rund 50 Polizisten waren auch zwei Hubschrauber im Einsatz. Meldungen über Unfälle lagen nicht vor. Es gelte sicherzustellen, dass kein weiteres Rennen mehr gefahren wird, sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag. Außerdem prüfen die Beamten, ob die Autos sichergestellt werden können. "Die Weiterfahrt wird definitiv unterbunden."

A20: Polizei setzt zahlreiche Sportwagen auf Raststätte fest

Rallye über "one of the best Autobahns in Germany"?

An zahlreichen Autos - viele von ihnen mit norwegischen Kennzeichen - sind Embleme mit dem Schriftzug "Eurorally" angebracht. Auf einer norwegischen Website gleichen Namens werden Informationen zu einem Rennen von Oslo über Kiel und Stettin nach Prag bekanntgegeben. Demnach sind die Teilnehmer am Morgen in Kiel gestartet. Etappenziel am Donnerstagabend sollte demnach das polnische Stettin sein. Die Strecke führe über "one of the best Autobahns in Germany", heißt es auf der Webseite. Die laut Webseite am Abend geplante Party im "besten Nachtclub Stettins" scheint nach dem Polizeieinsatz für viele Teilnehmer zumindest gefährdet zu sein. Im Internet wird die "Eurorally" als eine Ereignis für Auto-Enthusiasten bezeichnet. Die Teilnehmer zahlen für den Trip bis zu 799 Euro.

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Laut Polizei handelte es sich möglicherweise um ein illegales Autorennen. Dementsprechend werde wegen des Vorwurfs eines verbotenen Autorennens und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Die Polizei rief Autofahrer auf der A20 in Fahrtrichtung Stettin zur Vorsicht auf. Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, sachdienliche Hinweise wie etwa KfZ-Kennzeichen mutmaßlicher Teilnehmer des Rennens der Polizei mitzuteilen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.05.2019 | 16:00 Uhr

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