Stand: 09.07.2019 15:30 Uhr

Loeffler-Institut will internationaler arbeiten

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf dem Riems (Landkreis Vorpommern-Greifswald) will ein neues Institut für internationale Tiergesundheit gründen, das besser auf international verbreitete Erreger reagieren kann. Grundlage für das neue Institut, das Institutspräsident Thomas Mettenleiter am Dienstag beim Besuch von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) auf dem Riems ankündigte, soll eine 2006 gegründete Arbeitsgruppe "Internationale Tiergesundheit" sein. Diese wurde als Reaktion auf den Ausbruch der sogenannten Vogelgrippe ins Leben gerufen.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner im Interview.

Bundesagrarministerin Klöckner in Vorpommern

Nordmagazin -

Das Friedrich-Löffler-Institut auf Riems soll international an Bedeutung gewinnen. Das bekräftigte Bundesagrarministerin Klöckner bei ihrem Besuch am Dienstag.

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"Seuchen kennen keine Grenzen"

Die Arbeit des FLI werde zunehmend durch international verbreitete Erreger bestimmt, denn "Seuchen kennen keine Grenzen", so Mettenleiter am Dienstag. Was früher als Tropenkrankheit bezeichnet wurde, verbreite sich heute über die ganze Welt. Neun Stellen werden am neu zu gründenden Institut veranschlagt, die die internationale Ausrichtung zukunftsfähig machen sollen. Klöckner signalisierte Unterstützung für die Pläne des FLI. "Es sei wichtig, sich weltweit zu vernetzen", so Klöckner.

Die Insel der Seuchen

Ausbildung von Partnern vor Ort

Momentan konzentrieren sich die internationalen Aktivitäten des FLI auf Afrika, Asien und Osteuropa, um Seuchen dort zu bekämpfen, wo sie entstehen. Dazu würden in den betreffenden Ländern Partner ausgebildet, die Seuchen vor Ort erkennen und eine Verbreitung im Entstehen eindämmen sollen. Viele Erreger würden vom Menschen durch Einschleppung verbreitet. Dazu gehören laut Mettenleiter beispielsweise infizierte Stechmücken und deren Eier, die durch Reisen in Pflanztöpfen oder internationalen Gebrauchtwarenhandel in andere Länder gelangen. Das neue Institut solle daher die Einheit der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt betrachten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.07.2019 | 15:30 Uhr

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