Stand: 25.02.2019 08:00 Uhr

Landeselternrat kritisiert neues Schulgesetz

Der Landeselternrat sieht mit der Neufassung des Schulgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern seine Mitwirkungsrechte eingeschränkt. Im Entwurf des neuen Schulgesetzes sind weniger Eltern-Delegierte in den Kreisen und kreisfreien Städten vorgesehen.

Ein Drittel weniger Delegierte

Bisher werden die Elternvertreter aller Schulen durch zwölf Delegierte aus jedem Landkreis und den Städten Schwerin und Rostock im Plenum des Landeselternrates vertreten. Im Entwurf für das neue Schulgesetz sind die Delegierten nun auf acht reduziert. Die Elternvertreter müssten somit landesweit mit einem Drittel Delegierter weniger auskommen. Damit können wir in der Breite nicht mehr wirksam arbeiten, befürchtet der Vorsitzendes des Landeselternrates, Kay Czerwinski.

Vorsitzender sieht Mitwirkung gefährdet

Allein der Kreis-Elternrat der Mecklenburgische Seenplatte vertrete die Interessen der Eltern und Schüler von mehr als 100 Schulen. In der Praxis seien ohnehin nicht alle Elternvertreter jederzeit verfügbar, so der Elternratsvorsitzende. Wenn sie weiter reduziert würden, sei die Mitwirkung der Elternschaft in Gefahr. "Uns ist mit Kreisgebietsreform versichert worden, das für den Bürger die Mitwirkung erhalten bleibt", mahnt der Czerwinski.

Regierungsfraktionen offenbar gesprächsbereit

Das novellierte Schulgesetz soll zum nächsten Schuljahr in Kraft treten. Es wird Mitte der Woche in einer Anhörung beraten. Die Landtagsfraktionen von SPD und CDU haben ein Einlenken bei dem Thema signalisiert.

Der Landeselternrat vertritt die Eltern minderjähriger Schüler an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Die jeweils zwölf Delegierten aus den Kreisen und kreisfreien Städten treffen sich mindestens zweimal im Jahr. Die Vollversammlung wählt einen Vorstand, der die Arbeit des Landeselternrats koordiniert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.02.2019 | 05:30 Uhr

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