Stand: 27.07.2020 20:08 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Landeselternrat: Unterrichtsstoff muss aufgeholt werden

Kay Czerwinski, Vorsitzender des Landeselternrates Mecklenburg-Vorpommern  Foto: Bernd Wüstneck
Der während der Corona-Pandemie verloren gegangene Unterrichtsstoff muss nach Ansicht des Vorsitzenden des Landeselternrats in MV, Kay Czerwinski, unbedingt aufgeholt werden. (Archivbild)

Eine Woche vor dem Beginn des neuen Schuljahres in Mecklenburg-Vorpommern hat der Landeselternrat MV darauf gedrungen, den Präsenzunterricht für die Schüler zu gewährleisten. "Für uns als Eltern ist es am allerwichtigsten, dass der Präsenzunterricht stattfindet - und zwar umfänglich", sagte der Landeselternrats-Vorsitzende Kay Czerwinski im NDR Nordmagazin. Die im jüngst verabschiedeten Hygieneplan festgelegten vier Unterrichtsstunden für Grundschüler sowie fünf Unterrichtsstunden für Schüler an weiterführenden Schulen seien "Mindestzahlen, die erreicht werden müssen", so Czerwinski. "Der Stundenrahmenplan muss eingehalten werden."

Digitaler Unterricht als Interaktion - und nicht bloß Aufgabenverteilung

Für die Eltern sei zudem aber auch sehr wichtig, dass der Unterrichtsstoff, der im Zuge der Corona-Pandemie verloren gegangen ist, auch nach- und aufgeholt werde - "insbesondere für die Abschlussklassen, die ehemalige neunte und elfte und jetzige zehnte und zwölfte Klasse", so die Forderung der Elternvertreter. Dabei komme der Digitalisierung eine besondere Rolle zu. Es sei aber wichtig, auch wirklich digitalen Unterricht durchzuführen und nicht bloß eine digitale Aufgabenverteilung. "Digitalen Unterricht sehen wir als Interaktion zwischen Lehrer und Schüler", stellte Czerwinski klar.

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"Gesundheitsschutz ist das Entscheidende"

Ob die Schulen gut für die Vorgaben des Hygieneplans gewappnet sind, könne man erst sehen, wenn der Unterricht tatsächlich angelaufen sei, so der Elternratschef. Das hänge wiederum vor allem mit der Anzahl der einsetzbaren Lehrer zusammen. "Der Gesundheitsschutz ist das Entscheidende. Es ist ganz wichtig, dass alle Beteiligten gesund bleiben."

Landeselternrat sieht Testpflicht für Reiserückkehrer kritisch

Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten verpflichtende Virustests anzuordnen, sieht Czerwinski speziell für Mecklenburg-Vorpommern kritisch, weil der Schulstart hierzulande schon in einer Woche erfolge. Davon seien hauptsächlich die Schüler betroffen. "Stellen Sie sich vor, die kommen jetzt wieder nach Hause und müssen zwei Wochen in Quarantäne, dann fällt natürlich wieder Schulstoff aus. Das wird dann erneut eine Herausforderung", so Czerwinski.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 27.07.2020 | 19:30 Uhr

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