Klärteichschlamm verschmutzt die Barthe bei Stralsund

Stand: 20.10.2020 13:09 Uhr

Nach Einschätzung des zuständigen Revierförsters ist in Vorpommern die Barthe auf einer Länge von etwa zehn Kilometern zwischen Lendershagen und Starkow "klinisch tot".

Offenbar ist bei Velgast ein alter Klärteich übergelaufen. Stinkender schwarzer Schlamm floss in den kleinen Fluss, der sich zwischen Stralsund und Barth durch die Landschaft schlängelt. Einige Abschnitte des Flusses wurden gerade aufwändig renaturiert. Dabei wurden seltene Großmuscheln entdeckt. Auch der Edelkrebs ist in der Barthe zuhause, weil der Fluss ideale Lebensbedingungen bietet. Der Klärteich soll eigentlich Regenwasser reinigen, bevor es abgeleitet wird. Warum er überlief, ist noch nicht geklärt. Er gehört zu einem landwirtschaftlichen Betrieb, der Milchvieh hält.

Keine toxischen Stoffe im Wasser

Die zuständige untere Naturschutzbehörde des Landkreises geht derzeit davon aus, dass keine toxischen Stoffe in die Barthe gelaufen sind, sondern nur Sauerstoff zehrende Stoffe. Das aber sei in dieser Jahreszeit ein weit geringeres Problem als im Sommer. Die Feuerwehr hat inzwischen dafür gesorgt, dass kein weiterer Schlamm in die Barthe läuft. Sie hat einen Zulauf über ein altes Grabensystem abgedichtet, Sandsäcke ausgelegt und Wasserproben genommen. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.10.2020 | 19:30 Uhr

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