Stand: 19.10.2017 10:52 Uhr

IHK: Firmen optimistisch, Fachkräfte fehlen

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Die IHK Neubrandenburg fordert schnelle Lösungen für Verkehrsprjekte wie etwa B 96 oder A 20. (Archivbild)

Mehr Investitionen und eine hohe Beschäftigungsquote: Das sind laut der Herbstumfrage der Neubrandenburger IHK die mittelfristigen Ziele der Unternehmen im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch stellte sie am Donnerstag vor. 94 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen ihre Geschäftslage als "gut" oder "befriedigend" - "ein Spitzenwert", so Haasch.

Unternehmer sehen Fachkräftemangel als größtes Risiko

Damit setzt sich der optimistische Trend fort, vor einem Jahr lag der Wert bei 93 Prozent. Dank der guten Gewinn- und Auftragslage rechneten Bau-, Verkehrs- und Industrieunternehmen damit, das hohe Niveau bei Produktion und Beschäftigung auch in Zukunft halten zu können. Eine Steigerung sei jedoch schwierig. Denn zum Einen seien die Kapazitäten nahezu ausgelastet. Zum Anderen werde es immer schwieriger, geeignete Arbeitskräfte zu finden. Der Mangel an Fachkräften ist laut Befragung mit 62 Prozent das als am größten eingeschätzte Risiko. Ein Teil der Betriebe plane aber trotzdem Erweiterungen.

Schnelle Lösung für teilgesperrte A 20 gefordert

Für die in Teilen gesperrte Autobahn 20 Lübeck-Stettin bei Tribsees forderte Haasch eine "schnelle Lösung". Betriebe seien auf eine leistungsstarke Ost-West-Verbindung angewiesen. Die IHK fordert zudem seit Jahren eine bessere Verkehrsanbindung über die B96 nach Berlin und eine Lösung der Stauprobleme auf den Inseln Usedom und Rügen.

An der Umfrage beteiligten sich rund 200 Betriebe. Die IHK vertritt die Interessen von rund 24.000 Firmen an der Mecklenburgischen Seenplatte und in Vorpommern an der Grenze zu Polen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.10.2017 | 14:00 Uhr

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